Ein toter Wels von rund 100 Kilogramm macht einen kleinen Stadtweiher in Dreieich-Sprendlingen bundesweit bekannt. Das Tier soll 2,60 Meter lang gewesen sein – und beendet damit einen Mythos, über den im Angelsportverein seit Jahrzehnten gesprochen wurde.
Nach einem Bericht von OP Online über den Fund im Stadtweiher wurde der Fisch von Gewässerwart Ralf Schütze und weiteren Vereinsmitgliedern geborgen. Erst an Land wurde sichtbar, wie groß der Kadaver tatsächlich war.
Zwei Schubkarren für einen Fisch
Der Wels war demnach so schwer, dass die Angler ihn nur mit vereinten Kräften und zwei Schubkarren abtransportieren konnten. Für den Verein war der Fund nicht nur außergewöhnlich, sondern auch eine Bestätigung alter Erzählungen: Im Stadtweiher hatte es offenbar tatsächlich einen riesigen Wels gegeben.
Die Geschichte reicht laut Berichten weit zurück. In den 1980er-Jahren sollen zwei junge Welse in das Gewässer gesetzt worden sein. Einer wurde später gefangen, der andere blieb verschwunden. Über Jahre wurde gesucht, vermutet und erzählt – bis der Fisch nun tot auftauchte.
Aus Vereinslegende wird Nachrichtenthema
Die HNA berichtet über die bundesweite Aufmerksamkeit, die der Fund inzwischen ausgelöst hat. Das Tier dürfte demnach mehr als 40 Jahre alt gewesen sein. Für einen kleinen Verein ist das plötzlich mehr Öffentlichkeit, als ein toter Fisch normalerweise auslöst.
Gerade darin liegt die Fallhöhe: Was lange wie Anglerlatein klang, liegt nun als realer Fund vor. Der Wels wurde nicht als Sensation angekündigt, sondern trieb tot im Vereinsgewässer. Aus einer lokalen Anekdote wurde dadurch eine Geschichte, die weit über Sprendlingen hinaus gelesen wird.
Tiergeschichten mit ungewöhnlichen Größen oder seltenen Funden ziehen regelmäßig große Aufmerksamkeit auf sich. Auch bei JUX sorgte zuletzt ein spektakulärer Fund aus der Meereswelt für großes Interesse – hier aber geht es nicht um Urzeit, sondern um einen Stadtweiher in Hessen.
Für den Verein kommt die Aufmerksamkeit zur Unzeit
Der Angelsportverein Sprendlingen steht laut Bericht nicht nur wegen des Fisches im Fokus. Nach einem Brand kämpft der Verein um den Wiederaufbau. Der Riesenwels bringt nun zwar Aufmerksamkeit, ändert aber nichts daran, dass vor Ort praktische Probleme bleiben.
Offen bleibt, wie lange der Wels unbemerkt im Weiher lebte und wie genau er diese Größe erreichen konnte. Sicher ist nur: Der Mythos vom Riesenwels ist vorbei – und für Sprendlingen bleibt ein Fund, über den wahrscheinlich noch lange gesprochen wird.





