22-jähriger Syrer schlägt wahllos auf Reisende ein und versucht, Mann auf die Gleise zu ziehen
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Angriffsserie in Köln

22-jähriger Syrer schlägt wahllos auf Reisende ein und versucht, Mann auf die Gleise zu ziehen

Ein polizeibekannter Mann attackierte am Sonntag mehrere Menschen an Kölner Bahnstationen. Ein 47-Jähriger wurde am Hauptbahnhof brutal zusammengeschlagen, ein anderer Reisender entging nur knapp einer Katastrophe auf den Gleisen.

Ein 22-jähriger Syrer hat am Sonntag in Köln eine Serie von Gewalttaten begangen und dabei versucht, einen Fahrgast auf die Gleise zu stoßen. Ohne Vorwarnung schlug er an mehreren Bahnstationen auf Reisende ein. Die Polizei nahm den polizeibekannten Mann fest und wies ihn in eine psychiatrische Einrichtung ein.

Erster Angriff an der Haltestelle Trimbornstraße: Opfer beinahe auf die Gleise gestoßen

Gegen 15:10 Uhr begann die Gewalttour an der S-Bahn-Haltestelle Köln-Trimbornstraße. Der 22-Jährige schlug ohne erkennbaren Anlass auf einen Fahrgast ein und versuchte dann, ihn in Richtung des Gleisbereichs zu ziehen. Bei dem Handgemenge stürzten beide Männer zu Boden. Umstehende Reisende griffen beherzt ein und konnten den Angreifer von seinem Opfer trennen. Der angegriffene Mann erlitt mehrere Hämatome und Schürfwunden, entging aber Schlimmerem.

Weitere Attacken in der S-Bahn und am Hauptbahnhof

Der Täter flüchtete zunächst und bestieg die S-Bahn-Linie S19 in Richtung Kölner Hauptbahnhof. Auf Höhe des Bahnhofs Köln Messe/Deutz schlug er zwei bislang unbekannten Reisenden unvermittelt mit der Faust ins Gesicht. Ohne die Verletzten zu beachten, setzte er seine Fahrt fort.

Am Kölner Hauptbahnhof eskalierte die Gewalt weiter. In einer dortigen Systemgastronomie griff der 22-Jährige einen 47-jährigen Reisenden an, schlug auf ihn ein und trat mehrfach auf den am Boden Liegenden ein. Als alarmierte Einsatzkräfte der Bundespolizei eintrafen, lag das Opfer bereits am Boden und der Angreifer versetzte ihm immer noch Faustschläge. Die Beamten trennten die Personen sofort und nahmen den mutmaßlichen Täter fest.

Täter war polizeibekannt und stand unter Drogeneinfluss

Die Ermittlungen ergaben, dass der syrische Staatsangehörige bereits mehrfach wegen Gewaltdelikten in Erscheinung getreten war. Zum Tatzeitpunkt stand er zudem unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde er in eine psychiatrische Einrichtung eingewiesen. Gegen ihn wird nun wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt.

Die Bundespolizei sucht insbesondere die beiden noch unbekannten Geschädigten aus der S19 sowie weitere Zeuginnen und Zeugen. Hinweise nimmt die kostenfreie Servicenummer 0800 6 888 000 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.