Für Heidi Klum gibt es keinen Unterschied zwischen Sommer und Winter, wenn es um die perfekte Bikini-Figur geht. Die 53-Jährige verfolgt das ganze Jahr über einen Lebensstil, den viele Frauen nur in den heißen Monaten anstreben – und sie besitzt eine Sammlung, die selbst eingefleischte Fans überraschen dürfte.
„Für mich ist das ganze Jahr Bikini-Zeit. Es gibt kein Sommer- oder Winterwetter für mich", sagte Klum im Gespräch mit BUNTE.de. „Ich versuche schon, das ganze Jahr über eine Bikini-Figur zu haben."
Von nichts kommt nichts. Man weiß natürlich, wie man eine sportlichere Figur bekommt. Das Wort sagt es schon.Heidi Klum, Model und Unternehmerin
Die Disziplin dahinter schöpft sie nicht aus dem Fitnessstudio. „Ich bin niemand, der in die Muckibude geht. Aber ich packe überall selbst mit an, somit bleibe ich auch fit", erklärt sie. Stattdessen setzt sie auf Alltagsbewegung: Treppensteigen statt Aufzug, Squats beim Zähneputzen. „Wenn man möchte, kann man Sport in seinen Alltag einarbeiten."
300 Bikinis: Eine Sammlung mit Geschichte
Klums Leidenschaft für Bikinis hat handfeste Wurzeln. „Ich habe bestimmt 300 Bikinis. Ich habe früher auch sehr viele selber gemacht. Das fing an, als ich für 'Sports Illustrated' gearbeitet habe", erinnert sie sich. „Ich kann auch nichts wegschmeißen. Ich bin so eine kleine Sammlerin."
Ihre Lieblingsmuster haben seit Jahren Bestand: „Leopard geht immer. Das ist nie aus der Mode. Aber auch Glitzer finde ich toll. Meine Favoriten sind Triangel-Bikinis." Und mehr Stoff muss es nicht sein: „Ich habe am liebsten weniger Stoff, mehr Haut. Oft habe ich nur die Badehose an." Das Oberteil lasse sie am Strand meistens weg – „Ich mag es nicht so, Abdrücke von der Sonne zu haben."
Seit 2025 ist Klum Testimonial der italienischen Modemarke Calzedonia. In Köln präsentierte sie ihre neueste Bikini-Kollektion. Die Zusammenarbeit passt zu ihrer Italien-Affinität: Capri und Sardinien zählen zu ihren liebsten Urlaubszielen, und die Hochzeit mit Tom Kaulitz feierte das Paar auf einer Jacht vor Capri.
Disziplin trifft Selbstakzeptanz – ein Widerspruch?
Trotz aller Disziplin setzt Klum eine überraschende Botschaft entgegen: „Das Wichtigste ist, dass man sich selbst akzeptiert – niemand ist perfekt." Eine Aussage, die angesichts ihres strengen Regimes für Stirnrunzeln sorgt. Doch das Model sieht darin keinen Widerspruch. Sie verbindet harte Arbeit an der eigenen Figur mit der Aufforderung, nicht unerreichbaren Idealen nachzujagen.
Klum betont, dass jede Frau selbst entscheiden müsse, wie wichtig ihr eine Bikini-Figur sei. „Vielleicht ist es vielen Frauen auch nicht so wichtig. Man ist alt genug und kann etwas dafür tun, wenn man möchte." Mit 53 Jahren steht sie weiterhin für Bikini-Kampagnen vor der Kamera und beweist damit, dass Alter für sie kein Grund ist, kürzerzutreten. Die Frage, wie viel Disziplin nötig ist, um sich selbst zu akzeptieren, bleibt offen – und genau darin liegt der Spannungsbogen, den Heidi Klum verkörpert.





