„Ausländer, die nie in unser Sozialsystem eingezahlt haben, sollen auch keine Sozialleistungen erhalten."
Alice Weidel, die Co-Vorsitzende der AfD, hat mit einer Aussage zur Sozialpolitik für Kontroversen gesorgt. Sie sprach sich deutlich dafür aus, dass Ausländer ohne vorherige Einzahlungen in das Sozialsystem keine Sozialleistungen erhalten sollten. Der Ausspruch fiel im Kontext der anhaltenden Bürgergeld-Debatte, bei der die AfD eine radikale Neuausrichtung fordert. Hintergrund ist ein im August 2025 bekannt gewordener Anteil von 48 Prozent ausländischen Bürgergeldbeziehern. Die AfD sieht darin einen Missstand und verlangt, dass Bürgergeld künftig grundsätzlich nur noch Deutschen gewährt wird. Ausländer sollen demnach erst nach zehn Jahren existenzsichernder Beschäftigung anspruchsberechtigt sein. Die Forderungen stoßen auf scharfe Kritik. Verfassungsrechtler verweisen auf das grundgesetzlich garantierte Existenzminimum, das unabhängig von der Nationalität gilt. Faktenchecks widerlegten zudem einige von Weidel aufgestellte Behauptungen zum Thema.