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Tino Chrupalla

AfD-Bundesvorsitzender

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„Wahrscheinlich meint er sich ja selbst damit. Wenn er usurpiert meint, also muss er sich ja selbst damit gemeint haben. Die AfD ist die erste gesamtdeutsche Partei. Und ich denke, wir sollten uns auf dieser Ebene nicht spalten lassen."

Tino Chrupalla, einer der beiden Bundesvorsitzenden der AfD, hat sich deutlich von den jüngsten Äußerungen des Thüringer AfD-Landeschefs Björn Höcke distanziert. Höcke hatte in einem Interview erklärt, Westdeutsche seien keine 'echten Deutschen' und damit eine innerparteiliche Kontroverse ausgelöst. Chrupalla wies dies zurück und unterstrich, dass die AfD die erste gesamtdeutsche Partei sei, die Menschen in Ost und West gleichermaßen vertrete. Er warnte vor Versuchen, die Partei entlang regionaler Linien zu spalten, und appellierte an die Geschlossenheit. Die AfD müsse sich auf dieser Ebene nicht auseinanderdividieren lassen. Die Aussagen Höckes hatten auch bei anderen Spitzenpolitikern der Partei für Irritation gesorgt, da sie dem Ziel einer breiten Wähleransprache entgegenstehen. Chrupalla betonte, dass die Partei nur geeint erfolgreich sein könne. Die Episode verdeutlicht die anhaltenden Spannungen zwischen dem gemäßigten Bundesvorstand und dem völkisch-nationalistischen Flügel um Höcke, der trotz formeller Auflösung weiterhin Einfluss ausübt. Die Debatte zeigt, wie schwierig die Balance zwischen Provokation und seriöser Politik für die AfD bleibt.