Dates wie Verhöre
Djamila Rowe ist eine der bekanntesten Reality-TV-Persönlichkeiten Deutschlands. Doch der Erfolg hat eine dunkle Seite: Die 58-Jährige findet einfach keinen Partner – und befürchtet, dass ihr Ruhm sie auf Dauer isolieren wird. Seit ihrem Sieg im RTL-Dschungelcamp 2023 läuft die Karriere auf Hochtouren, aber privat gleicht jedes Kennenlernen einem Verhör. Sobald ein Mann ihren Namen googelt, glaubt er, bereits alles über sie zu wissen. „Du denkst, es wird ein privates Kennenlernen, aber plötzlich fühlt es sich an wie ein Interview oder ein Verhör. Man fragt sich irgendwann, ob das Interesse wirklich dir als Mensch gilt oder nur der Person aus der Öffentlichkeit“, erklärte sie im Gespräch mit TAG24.
Ich habe mich tatsächlich für genau vier Tage auf einer Dating-Plattform angemeldet. In einem Moment emotionaler Schwäche.Djamila Rowe über ihre kurze Erfahrung mit einer Dating-App
Die Erfahrung auf der Plattform war ernüchternd und endete ohne ein einziges Treffen. Rowe hatte gehofft, vielleicht jemanden zu finden, der sie nicht erkennt – doch dieser Wunsch erfüllte sich nicht.
So schnell, wie ich auf der Plattform war, bin ich auch wieder verschwunden. Diese Apps kosten Zeit, Energie und machen schlechte Laune.Djamila Rowe zieht ein vernichtendes Fazit
Angst vor der Einsamkeit
Die ständige Konfrontation mit ihrer Prominenz beim Dating nährt in Rowe eine tiefsitzende Zukunftsangst. Trotz aller beruflichen Erfolge und rund 120.000 Instagram-Followern fürchtet sie, dass am Ende das Alleinsein stehen könnte. Gegenüber Bunte machte sie daraus keinen Hehl.
Ich sage oft zu mir selbst: Der Preis, den ich für meine Bekanntheit zahle, wird wahrscheinlich die Einsamkeit im Alter sein.Djamila Rowe über ihre größte Sorge
Lieber Hunde als Männer
Ihre Enttäuschung sitzt so tief, dass Rowe dem anderen Geschlecht inzwischen komplett abgeschworen hat. „Lieber schaffe ich mir noch ein paar Hunde an, bevor mir ein Mann ins Haus kommt“, sagte sie. Sex vermisst sie nicht, die Jagd nach einem Partner hat sie aufgegeben. Eine toxische Beziehung in der Vergangenheit habe sie vorsichtig gemacht. Sogar eine Teilnahme an einer Dating-Show könnte sie sich nur unter einer Bedingung vorstellen: Die Kandidaten dürften nicht wissen, wer sie ist.
Statt später Verabredungen wünscht sie sich heute Dates um 18 Uhr. „Wenn jemand erst um 20 Uhr essen gehen möchte, bekomme ich schon innerlich Panik“, verriet sie. Ihre Freizeit verbringt sie lieber mit ihrer 16-jährigen Tochter und ihren Hunden. Beruflich hält sie das Tempo mit strikter Selbstfürsorge – gesunde Ernährung, viel Schlaf, Vitamininfusionen. Und doch bleibt die Sehnsucht nach einer echten Verbindung unerfüllt. Die Frage, ob es für eine derart prominente Frau überhaupt noch ein unverstelltes Kennenlernen geben kann, bleibt offen.





