Vier Festnahmen nach Schüssen auf Juwelier – Täter schossen Inhaber ins Bein
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PanoramaJuwelierüberfall

Vier Festnahmen nach Schüssen auf Juwelier – Täter schossen Inhaber ins Bein

Bei einem Raubüberfall in der Calenberger Neustadt wurde der 34-jährige Ladenbesitzer schwer verletzt. Die Polizei konnte die Täter dank eines Hinweises auf der A2 schnell stellen.

Blutiger Raubüberfall am helllichten Tag

Ein schwerverletzter Juwelier, ein gestoppter Fluchtwagen und vier Festnahmen: Am Montagvormittag eskalierte ein Raubüberfall in der Calenberger Neustadt von Hannover. Gegen 11 Uhr betraten vier Männer ein Juweliergeschäft in der Goethestraße, bedrohten den 34‑jährigen Inhaber mit einer Pistole und schlugen auf die Vitrinen ein.

Als die Täter mit dem geraubten Schmuck flüchteten, verfolgte sie der Inhaber bis vor die Ladentür. In diesem Moment fiel ein Schuss und traf den 34‑Jährigen ins Bein. Der Mann wurde schwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht, Lebensgefahr bestand laut Polizei nicht. Die Angreifer entkamen zunächst in einem silberfarbenen Auto, während die Polizei den Tatort weiträumig absperrte und nach der Waffe suchte.

Festnahme auf der A2

Nur eine halbe Stunde später, gegen 11:30 Uhr, fiel Fahndern aus Braunschweig auf der Autobahn 2 zwischen Peine und Braunschweig ein verdächtiger Wagen mit vier Insassen auf. Als die Beamten das Fahrzeug kontrollieren wollten, gab der Fahrer Gas und versuchte zu fliehen. Die Polizei stoppte den Wagen jedoch wenig später im Stadtgebiet Braunschweig und nahm die vier Männer im Alter von 24, 26 und zweimal 27 Jahren fest. Bei der Durchsuchung entdeckten die Beamten Schmuck, der mutmaßlich aus dem überfallenen Juweliergeschäft stammt.

„Wer schwere Straftaten begeht, darf sich nicht darauf verlassen, aufgrund von Regions- oder Zuständigkeitsgrenzen der Polizei zu entkommen“, sagte Harry Blome, Leiter des Zentralen Kriminaldienstes Hannover. Noch am Dienstag erließ die Staatsanwaltschaft Hannover Haftbefehl wegen schweren Raubes. Ob die Ermittler auch eine Waffe sicherstellten, blieb aus ermittlungstaktischen Gründen offen.

Ermittlungen und mögliche Verbindungen

Die Polizei prüft nun, ob es einen Zusammenhang zu einem weiteren Juwelierüberfall in der hannoverschen Innenstadt Ende Juni 2026 gibt. Damals hatten zwei Täter den Inhaber mit einer mutmaßlichen Schusswaffe bedroht, geschlagen und getreten und waren unerkannt geflohen. Die aktuellen Ermittlungen dauern an.

Zeugenhinweise zum Überfall in der Calenberger Neustadt nimmt der Zentrale Kriminaldienst Hannover unter der Telefonnummer (0511) 109 55 55 entgegen. Der NDR berichtete ausführlich über die Festnahmen.

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