Bei Buckelwal Timmy wird aus Hoffnung ein Wettlauf gegen die Uhr. Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus warnte auf Poel, den Helfern laufe bei der möglichen Rettung des Tieres die Zeit davon.
Nach Angaben im ZDF-Liveblog zur Lage des Wals sagte Backhaus vor Journalisten: „Wir haben nicht mehr viel Zeit.“ Das mögliche Zeitfenster für eine Rettung beginne sich demnach langsam zu schließen.
Der Wal liegt weiter in der Ostsee fest
Timmy liegt seit Wochen in einer Seitenbucht bei der Insel Poel vor Wismar. Der Buckelwal gilt als stark geschwächt, war mehrfach gestrandet und wurde zuletzt von Helfern, Behörden und Experten beobachtet und versorgt.
Das Drama beschäftigt die Region seit Tagen. Bereits zuvor hatten wir über die Zuspitzung berichtet, als Niedrigwasser Timmy zurückdrückte und der Wal erneut festsaß.
Rettung bleibt riskant
Die Lage ist heikel, weil jede Maßnahme dem Tier helfen, es aber auch zusätzlich belasten könnte. Frühere Einschätzungen von Fachleuten hatten bereits vor erheblichen Risiken gewarnt, besonders wegen der wiederholten Strandungen und der möglichen Folgen des langen Liegens im Flachwasser.
Laut Stern-Bericht zur Rettungslage hatten Behörden und hinzugezogene Experten den Zustand des etwa zwölf Meter langen Meeressäugers schon vor mehr als drei Wochen als kritisch eingestuft.
Zwischen Rettung und Belastung
Für die Helfer bleibt damit ein schwieriger Spagat: Sie wollen Timmy nicht aufgeben, müssen aber jede Aktion gegen das Risiko abwägen, den Wal weiter zu schwächen. Genau deshalb bekommt Backhaus’ Warnung so viel Gewicht.
Die entscheidende Frage ist nun, ob noch rechtzeitig ein belastbarer Weg gefunden wird, Timmy aus der flachen Bucht herauszubringen. Je länger der Wal festliegt, desto kleiner wird der Spielraum für eine schonende Rettung.





