Ein Nachmittag am Wasser endet in Grevenbroich mit einer Todesnachricht: Eine 16-Jährige ist in der Erft ertrunken. Andere Jugendliche hatten den Notruf gewählt, nachdem sie im Fluss plötzlich untergegangen und nicht wieder aufgetaucht war.
Nach Angaben der Feuerwehr Grevenbroich ging der Alarm gegen 14.05 Uhr ein. Die ersten Einsatzkräfte waren wegen der Nähe zur Feuerwache schnell am Unglücksort und begannen sofort, das Ufer abzusuchen.
Taucher finden sie erst nach fast zwei Stunden
Kurz nach der Feuerwehr kamen weitere Wasserretter hinzu: Strömungsretter, Taucher der DRK-Wasserwacht aus Neuss sowie Kräfte der DLRG aus dem Rhein-Kreis Neuss und später aus Köln. Zeitweise waren rund 70 Einsatzkräfte beteiligt.
Die Suche lief an den Ufern, auf dem Wasser und unter Wasser. Abgesucht wurde der Bereich zwischen der ursprünglichen Unglücksstelle nahe der K10-Brücke über die Erft und der Straße Am Wehr in Wevelinghoven.
Rund eine Stunde und 45 Minuten nach dem Alarm konnte ein Tauchtrupp die Jugendliche nur noch tot aus dem Gewässer bergen. Eine Notärztin stellte am Ufer den Tod fest; darüber berichtete auch der stern unter Berufung auf die dpa.
Der Hergang ist noch nicht geklärt
Gesichert ist bislang: Die Jugendliche war mit anderen Teenagern in der Erft. Dann verschwand sie unter der Wasseroberfläche. Warum sie unterging und nicht mehr auftauchte, war nach den vorliegenden Angaben zunächst unklar.
Gerade deshalb bleibt die Formulierung des Falls heikel. Es gibt nach den veröffentlichten Angaben keinen bestätigten Hinweis darauf, dass mehr als ein tragischer Badeunfall gesichert wäre. Ermittlungen und weitere Klärungen müssen den genauen Ablauf zeigen.
Angehörige und Jugendliche werden betreut
Für die Menschen am Ufer wurde aus einem gemeinsamen Aufenthalt am Fluss ein traumatischer Einsatz. Notfallseelsorger betreuten nach dem Unglück Angehörige des Mädchens und die beteiligten Jugendlichen.
Der Fall erinnert daran, wie gefährlich Flüsse auch bei scheinbar ruhigem Wasser sein können. Strömung, Tiefe, Uferkanten und schlechte Sicht unter Wasser können Rettungsversuche erschweren. In Grevenbroich kam selbst das Großaufgebot zu spät.





