Durchgängiger Polizeischutz abgelehnt
Prinz Harrys Plan, im Juli 2026 mit seiner Frau Meghan und den Kindern Archie (7) und Lilibet (5) erstmals seit dem Tod der Queen nach Großbritannien zu reisen, wird durch eine Sicherheitsentscheidung des Innenministeriums massiv gefährdet. Das Royal and VIP Executive Committee (RAVEC) lehnte den Antrag auf durchgängigen, steuerfinanzierten Polizeischutz für die gesamte Reise ab. Den Vollschutz erhalten nur arbeitende Royals – ein Status, den Harry und Meghan seit ihrem Rückzug 2020 nicht mehr haben.
Stattdessen bot König Charles III. dem Paar eine königliche Residenz – vermutlich den Buckingham Palace – als Unterkunft an. Innerhalb der Mauern wären sie geschützt, doch Harrys Team hält das nicht für ausreichend: „Sichere Unterkunft ist nur ein Element eines effektiven Sicherheitsplans, denn das Risiko folgt der Person, nicht dem Ort“, zitierte der BBC-Sender einen Sprecher.
„Ihre Pläne, Familie und Freunde zu sehen und verschiedene wohltätige Einrichtungen zu besuchen, die dem Herzog am Herzen liegen, wurden ihnen in letzter Minute unter den Füßen weggezogen. Er prüft jede Option, um die Familie sicher hierher zu bekommen und sie zu schützen, wenn sie vor Ort sind. Wenn er einen Weg findet, wird er es tun.“Quelle aus Harrys Umfeld gegenüber The Guardian
Harry selbst ist laut dem Magazin Vanity Fair „am Boden zerstört und den Tränen nahe“. Der 41-Jährige hatte angenommen, dass die Anwesenheit der Kinder und die Bereitstellung einer Residenz durch den König automatisch den vollen Schutz bedeuten würde – ein Irrtum.
König Charles hält sich raus
König Charles III. möchte seinen entfremdeten Sohn und die Enkelkinder zwar sehen, wird sich aber in die Sicherheitsentscheidung nicht einmischen. Das stellte der Palast laut Vanity Fair unmissverständlich klar. Für Harry ist das ein empfindlicher Rückschlag, denn ohne Polizeischutz will er seine Kinder nicht den Paparazzi aussetzen: „Er wird seine Kinder dem nicht aussetzen“, zitiert der Guardian eine nahestehende Quelle.
Vorgeschichte: Verlorener Rechtsstreit
Der Konflikt schwelt seit Jahren. Nach dem „Megxit“ 2020 wurde Harrys automatischer Polizeischutz gestrichen, seither entscheidet RAVEC von Fall zu Fall. Dagegen klagte Harry – und verlor sowohl das erstinstanzliche Verfahren 2024 als auch die Berufung im Mai 2025 vor dem Court of Appeal. Der Richter befand damals: „Ein Gefühl der Kränkung ist kein rechtliches Argument.“ Harry argumentiert, private Sicherheitsdienste hätten in Großbritannien keinen Zugriff auf staatliche Netzwerke und dürften keine Waffen tragen.
Invictus Games und Familienzusammenführung wackeln
Der Besuch war für Anfang Juli geplant, mit Ankunft am 7. Juli. Im Mittelpunkt standen Veranstaltungen im Vorfeld der Invictus Games 2027 in Birmingham. Geplant waren Auftritte bei der Invictus Games Foundation und Besuche von Harrys Schirmherrschaften wie WellChild. Vor allem sollte es das erste persönliche Treffen von König Charles mit Archie und Lilibet seit dem Platin-Thronjubiläum 2022 werden.
„Der Herzog prüft weiterhin jede verfügbare Option, um den Besuch sicher durchführen zu können und seinen Kindern die Möglichkeit zu geben, das Vereinigte Königreich zu erleben.“Sprecher der Sussexes gegenüber CBS News
Offiziell wurde die Reise noch nicht abgesagt. Eine denkbare Lösung wäre, die Familie nur für einen einzigen Tag einfliegen zu lassen, statt der ursprünglich fünf Tage. Harry steht unter Zeitdruck: Findet er keinen Weg, platzt das emotionale Wiedersehen – und die Invictus-Termine finden ohne ihn statt.
Ob die Familie am 7. Juli tatsächlich britischen Boden betritt, hängt nun von einer Sicherheitslösung ab, die Harrys privates Team allein nicht stemmen kann. Der Druck wächst, die Zeit läuft – und die emotionale Belastung für den Herzog ist laut seinem Umfeld immens.





