Diagnose mit 66: Glioblastom
Im Dezember 2025 machte Ralph Herforth öffentlich, was er seit 2024 wusste: Er lebt mit einem Glioblastom, einem der aggressivsten Hirntumoren. Die Prognose ist palliativ, geheilt werden kann die Erkrankung in der Regel nicht. Gegenüber Promiflash und weiteren Medien gab der Schauspieler nun Einblicke in seinen Alltag zwischen OP, Bestrahlung und einer individuellen Immuntherapie.
„Erst geheult, dann gekämpft“, beschreibt Herforth seine Haltung. Der 66-Jährige, der seit vier Jahrzehnten in rund 180 Kino- und Fernsehproduktionen zu sehen war, will sich von der Diagnose nicht unterkriegen lassen. Bekannt wurde er durch Filme wie „Knockin’ on Heaven’s Door“ und „Kurz und schmerzlos“ – und durch die ZDF-Reihe „Unter anderen Umständen“, in der er seit Jahren Kriminalhauptkommissar Matthias Hamm spielt.
Kamera läuft weiter
Trotz der Erkrankung steht Herforth weiterhin für die ZDF-Reihe vor der Kamera. Zuletzt entstanden neue Folgen in Schleswig-Holstein und Hamburg, und vor wenigen Monaten war er im Jubiläumsfilm zum 20-jährigen Bestehen der Reihe zu sehen. Dass er weitermacht, ist für ihn keine Frage des Trotzes, sondern des Lebens.
Die Angst war riesig – aber Aufgeben keine OptionRalph Herforth (Schauspieler)
Neben der Schauspielerei hat sich Herforth ein zweites Standbein als Immobilienmakler aufgebaut. Der Bereich bringt ihm eigenen Angaben zufolge inzwischen mehr Ertrag als die Filmarbeit. Privat lebt er mit seiner Ehefrau Zora Holt und zwei gemeinsamen Kindern am Gudelacksee in Brandenburg.
Offenheit als Mutmacher
Mit seiner Offenheit will Herforth anderen Betroffenen Mut machen. Er weiß, dass die Zeit begrenzt sein könnte, aber er plant nicht aufzuhören. Noch im Dezember 2025 sagte er: „Ich will zeigen, dass das Leben weitergeht – auch mit dieser Diagnose.“ Sein Zwillingsbruder Jürgen, der als Altenpfleger arbeitet, steht ihm dabei ebenso zur Seite wie seine Familie.
Ob und wie lange der Schauspieler seine Rollen noch ausfüllen kann, hängt vom Krankheitsverlauf ab. Doch für den Moment gilt: Ralph Herforth kämpft – vor und hinter der Kamera.





