56-Jähriger stirbt bei Messerattacke auf Parkplatz – drei Schwerverletzte
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PanoramaEskalation in Rüttenscheid

56-Jähriger stirbt bei Messerattacke auf Parkplatz – drei Schwerverletzte

Ein Streit unter Gästen einer Hochzeitsfeier endet blutig: Ein Security-Mitarbeiter kommt ums Leben, drei Männer werden niedergestochen. Der mutmaßliche Täter ist in Haft.

Tödlicher Streit nach Feier

Erst eine ausgelassene Hochzeitsfeier, dann tödlicher Streit: In der Nacht zum Sonntag eskalierte auf dem Parkplatz vor dem Girardethaus in Essen-Rüttenscheid eine Auseinandersetzung zwischen Partygästen. Ein 56-jähriger Sicherheitsmitarbeiter aus Köln verlor dabei sein Leben – drei weitere Männer erlitten schwere Stichverletzungen. Wie die Polizei berichtete, waren zuvor rund 150 Personen in einem angemieteten Raum des Gebäudes zu Gast.

Gegen 2:10 Uhr gerieten mehrere Gäste auf dem Parkplatz in Streit. Die Situation eskalierte, es fielen Messerstiche. Polizei und Rettungskräfte wurden wenig später alarmiert. Ein 46-Jähriger soll die Stichwaffe eingesetzt haben.

Ein Toter, drei Schwerverletzte

Der 56-jährige Kölner, der als Sicherheitskraft vor Ort war und nach bisherigen Erkenntnissen nicht Teil der ursprünglichen Auseinandersetzung war, verlor noch vor Eintreffen des Rettungsdienstes das Bewusstsein. Polizisten und Zeugen begannen sofort mit der Reanimation – vergeblich. Der Mann verstarb noch in der Nacht am Einsatzort. Die genaue Todesursache – ein Herzinfarkt wird vermutet – ist Gegenstand der Ermittlungen.

Drei Männer im Alter von 40, 42 und 48 Jahren erlitten Stichverletzungen und wurden schwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht. Sie befinden sich nach Angaben der Behörden außer Lebensgefahr.

Tatverdächtiger in Klinik festgesetzt

Der mutmaßliche Messerstecher, ein 46-jähriger türkischer Staatsangehöriger aus Marl, wurde noch am Tatort vorläufig festgenommen. Auch er war bei der Auseinandersetzung verletzt worden und wird im Krankenhaus von der Polizei bewacht. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Essen soll er noch am Sonntag einem Haftrichter vorgeführt werden – der Vorwurf lautet versuchte Tötung.

Die Kriminalpolizei sicherte Spuren und stellte ein Messer sicher, mit dem die drei Männer mutmaßlich verletzt wurden. Ob darüber hinaus weitere Waffen – etwa die zunächst kolportierten Macheten – zum Einsatz kamen, ist bislang nicht offiziell bestätigt. Die Mordkommission des Polizeipräsidiums Essen ermittelt.

„Gewalt hat keinen Platz“

Gewalt hat in unserer Stadt keinen Platz. Wer andere verletzt, muss mit den konsequenten Folgen des Rechtsstaats rechnen.
Thomas Kufen, Oberbürgermeister

Oberbürgermeister Thomas Kufen stellte in den sozialen Medien klar, dass es sich nicht um eine Massenschlägerei gehandelt habe und ein Zusammenhang mit Clankriminalität bislang nicht bestätigt sei. Er rief dazu auf, gesicherte Informationen abzuwarten. Rolf Krane, Chef der Interessengemeinschaft Rüttenscheid, forderte mehr Polizeipräsenz und mahnte, Vermieter müssten genau hinschauen, „welche Veranstaltungen da stattfinden“. Eine Anwohnerin zeigte sich erschrocken: „Das macht einen auch nachdenklich.“

Bereits in der Nacht zum 28. Juni war in Rüttenscheid ein 21-Jähriger durch Messerstiche lebensgefährlich verletzt worden – ein Tatverdächtiger sitzt in Untersuchungshaft. Die Polizei bittet Zeugen der jetzigen Tat, sich unter der Rufnummer 0201 829-0 oder per E-Mail an [email protected] zu melden.

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