Minirente trotz Ruhm
Für seine jahrzehntelange Bühnenpräsenz bekommt Schlagerlegende Jürgen Drews von der gesetzlichen Rentenversicherung kaum mehr als ein Taschengeld. Im Podcast „Drews Cordalis Petry – Kids-Club“ plauderte seine Tochter Joelina Drews jetzt über die genauen Zahlen und sorgte für einen Paukenschlag.
Demnach erhält der 81-Jährige monatlich lediglich zwischen 200 und 300 Euro. „Lass es 200, 300 Euro sein“, sagte Joelina Drews im Gespräch mit Lucas Cordalis und Achim Petry. Die genaue Summe kenne sie nicht, aber die Größenordnung ist ernüchternd.
Lass es 200 bis 300 Euro sein.Joelina Drews (Tochter von Jürgen Drews)
Der Grund für die winzige Rente: Jürgen Drews hat erst spät in die Rentenkasse eingezahlt. Als Künstler war er lange selbstständig und setzte auf andere Einkunftsquellen. „Er hat ja seine Altersvorsorge verprasst“, scherzte seine Tochter im Podcast. Dabei betonte sie zugleich: „Er hat sehr, sehr gut für sein Alter vorgesorgt.“
Davon kann man heutzutage in Deutschland nicht mehr leben.Joelina Drews (Tochter von Jürgen Drews)
Doch das Gesamtbild ist weniger dramatisch, als die 300 Euro vermuten lassen. Joelina stellte klar: „Meine Eltern nagen nicht am Hungertuch, denen geht es gut.“ Jürgen Drews habe sein Geld gut angelegt und sei nicht auf die gesetzliche Rente angewiesen. Diese Diskrepanz zwischen amtlicher Minirente und tatsächlichem Wohlstand ist kein Einzelfall.
Meine Eltern nagen nicht am Hungertuch, denen geht es gut.Joelina Drews (Tochter von Jürgen Drews)
Jürgen Drews sprach schon 2020 über seine magere Rente
Bereits vor fünf Jahren hatte der Sänger im Interview mit der „Bild“ seine Rente als „noch nicht mal 200 Euro“ bezeichnet. Damit könne er mit Ehefrau Ramona „einmal schön essen gehen, das war's“. Schon damals betonte er: „Ich habe vorgesorgt und mein Geld gut angelegt.“
Laut dem Alterssicherungsbericht 2024 des Bundesarbeitsministeriums haben auffällig viele Wohlhabende eine niedrige gesetzliche Rente. Rentnerpaare mit weniger als 500 Euro eigener Rente erzielen ein durchschnittliches Haushaltsbruttoeinkommen von 5.310 Euro – mehr als Paare mit über 2.000 Euro Rente (4.411 Euro).
Künstlervorsorge bleibt ein heikles Thema
Im Podcast tauschten sich die drei prominenten Kinder von Schlagergrößen über die besonderen Herausforderungen von Künstlern bei der Altersvorsorge aus. „Unsere Karriere kann morgen zu Ende sein“, gab Lucas Cordalis zu bedenken. Achim Petry nannte die Rente für Musiker „ein heikles Thema“.
Joelina Drews zog das Fazit: „Man muss selber vorsorgen.“ Allein auf die gesetzliche Rente könne man sich als Selbstständiger nicht verlassen, es gebe aber diverse Möglichkeiten der privaten Vorsorge. Für viele Freischaffende sei diese Erkenntnis essenziell – der Fall Drews zeigt, dass niedrige Rentenansprüche nicht zwangsläufig Armut bedeuten müssen.





