Nach 0:1 gegen Spanien: Cristiano Ronaldo erklärt WM-Karriere für beendet
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Nach 0:1 gegen Spanien: Cristiano Ronaldo erklärt WM-Karriere für beendet

Portugal scheitert im Achtelfinale der WM 2026 durch ein spätes spanisches Tor. Cristiano Ronaldo bestätigt danach das Ende seiner WM-Laufbahn – die Entscheidung über die gesamte Nationalelf-Karriere vertagt er.

Die Uhr zeigte bereits die erste Minute der Nachspielzeit, als Mikel Merino im AT&T Stadium von Arlington das Leder flach an Diogo Costa vorbei ins Tor schob. Spanien stand kopf, Portugal war geschockt – und Cristiano Ronaldo wusste, dass seine letzte Weltmeisterschafts-Minute geschlagen hatte. Das Achtelfinal-Aus mit 0:1 gegen den iberischen Nachbarn besiegelte das Ende einer WM-Ära.

Was auch immer morgen passiert, Cristiano Ronaldo wird mit reinem Gewissen gehen. Nicht zu 100 Prozent, sondern zu 1000 Prozent, denn in meinem Leben und im Fußball habe ich alles gegeben.
Cristiano Ronaldo

Das Spiel: Chancenarm, dann der späte K.o.

Bis zum bitteren Ende war die Partie ausgeglichen. Portugal hatte durch Nuno Mendes (41. Minute) und Bruno Fernandes (76.) die Chance auf die Führung, scheiterte aber an der Latte und Unai Simón. Cristiano Ronaldo selbst prüfte den spanischen Keeper mit einem Schuss, der jedoch pariert wurde. Spanien setzte offensive Nadelstiche, doch der entscheidende Schlag gelang erst, als sich alle bereits auf die Verlängerung einstellten.

Ferran Torres schickte Mikel Merino in den Strafraum, und dessen flacher Abschluss in der 91. Minute ließ Portugal keine Zeit mehr zur Antwort. Es war der erste spanische Sieg in einem WM-K.o.-Spiel gegen Portugal und bedeutete für die Seleção das früheste Aus seit 2018.

Der Abschied: "Ich gehe mit reinem Gewissen"

Noch auf dem Rasen wurde Ronaldos Körperhaltung zur Nachricht: Tränen, ein langer Blick ins texanische Rund, dann klare Worte. "Dies war meine letzte WM. Ich habe alles gegeben", ließ er in den Katakomben verlauten. Später ergänzte er vor den Kameras: "Ich gehe mit reinem Gewissen, weil ich in meinem Leben und im Fußball wirklich alles gegeben habe – nicht zu 100 Prozent, sondern zu 1000 Prozent." Bereits am Vortag hatte er im Journalistenkreis eine fast identische Formulierung gewählt.

Eine endgültige Entscheidung über seinen Rücktritt aus der portugiesischen Nationalmannschaft schob der 41-Jährige jedoch auf. "Meine Zukunft ist im Moment nicht wichtig. Dafür werde ich später Zeit haben", erklärte er und bestätigte damit, was er schon nach dem Sechzehntelfinale gegen Kroatien angedeutet hatte: "Ich treffe keine unüberlegten Entscheidungen."

Sechs Turniere, kein Finale

Ronaldos sechste und letzte WM begann mit einem historischen Moment: Ausgerechnet in seinem neunten K.-o.-Spiel bei Weltmeisterschaften erzielte er seinen ersten Treffer in einer Finalrunde – per Foulelfmeter gegen Kroatien. Insgesamt stehen für den seit 2003 im A-Nationalteam aktiven Stürmer 11 Tore in 26 WM-Partien zu Buche. Ein WM-Titel und eine Finalteilnahme bleiben ihm indes verwehrt.

Ich werde entscheiden, wann ich zurücktrete.
Cristiano Ronaldo
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Nach dem Aus gegen Spanien wirkte Ronaldo gefasst, fast nachdenklich. "Es fehlt mir an nichts. Gott war so großzügig zu mir. Er hat mir alles gegeben, was ich nie zu gewinnen erwartet hätte, besonders mit der Nationalmannschaft", sagte er. Ob diese Worte das letzte Kapitel einer epochalen Seleção-Karriere einläuten oder nur eine WM-Zäsur markieren, bleibt einstweilen offen – die offizielle Verkündung steht noch aus.

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