Hoeneß' klare Empfehlung
Die deutsche Nationalmannschaft steckt nach der WM 2026 in der Krise. Bundestrainer Julian Nagelsmann ist zurückgetreten, und auch DFB-Geschäftsführer Andreas Rettig wird seinen Posten zum Jahresende räumen. In dieser Phase der Unsicherheit schaltet sich nun Ehrenpräsident Uli Hoeneß mit einem deutlichen Vorschlag ein.
In der Bild-Zeitung bringt der Bayern-Patron Per Mertesacker als Nachfolger für Rettig ins Gespräch. Der Weltmeister von 2014 habe in seiner Zeit als Akademieleiter bei Arsenal bewiesen, dass er Menschen führen kann. Zudem lobte Hoeneß Mertesackers TV-Analysen: „Alles, was Per Mertesacker im Fernsehen sagt, hat Hand und Fuß. Er ist nie beleidigend und trotzdem kritisch.“
Wenn man acht Jahre lang bei Arsenal war, muss man etwas können – und genau das ist es, was wir jetzt brauchen.Uli Hoeneß (Ehrenpräsident FC Bayern München)
Hoeneß betonte zudem die Motive des 41-Jährigen: „Er würde es niemals des Geldes wegen machen, sondern weil es ihn reizt, mit seiner Leidenschaft etwas aufzubauen und voranzubringen. Genau diese Leute, die sich selbst hochgedient haben und bereit sind, hart zu arbeiten, brauchen wir jetzt.“
Mertesacker: Bereit für neue Aufgabe
Mertesacker selbst hat seine grundsätzliche Bereitschaft für einen DFB-Posten bereits signalisiert. Nach 15 Jahren bei Arsenal, zuletzt als Leiter der Nachwuchsakademie, sucht er eine neue Herausforderung. Gegenüber dem ZDF sagte er: „Irgendwann mal beim DFB zu arbeiten und dem deutschen Fußball, dem ich so viel zu verdanken habe, etwas zurückzugeben, reizt mich.“
Irgendwann mal beim DFB zu arbeiten und dem deutschen Fußball, dem ich so viel zu verdanken habe, etwas zurückzugeben, reizt mich. Dafür stehe ich natürlich zur Verfügung.Per Mertesacker (Weltmeister 2014, Ex-Arsenal-Akademieleiter)
Der DFB steht damit unter Zugzwang. Offiziell hat der Verband noch keine Gespräche mit Mertesacker bestätigt. Die Suche nach Rettigs Nachfolger läuft parallel zu den Verhandlungen mit Wunschtrainer Jürgen Klopp. Mit der öffentlichen Empfehlung des einflussreichen Hoeneß steigt der Druck auf DFB-Präsident Bernd Neuendorf und Sportdirektor Rudi Völler, den Umbruch zügig voranzutreiben.
Ob Mertesacker tatsächlich den Zuschlag erhält, bleibt offen. Der Weltmeister von 2014 bringt jedenfalls die internationale Erfahrung und den von Hoeneß geforderten Gestaltungswillen mit – und er ist bereit, sofort zu liefern.





