Vergeltung und Gegenschlag: USA bombardieren über 80 Ziele im Iran – Revolutionsgarden attackieren
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Vergeltung und Gegenschlag: USA bombardieren über 80 Ziele im Iran – Revolutionsgarden attackieren

Die fragilen Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran ist zerbrochen: Nach US-Luftangriffen auf über 80 Ziele im Iran als Reaktion auf Schiffsattacken feuerten die Revolutionsgarden Raketen auf US-Stützpunkte in Bahrain und Kuwait. Das Abkommen zur Entspannung steht vor dem Scheitern.

Waffenruhe zerbrochen: USA und Iran im offenen Schlagabtausch

Nach dem Kollaps der Waffenruhe hat das US-Militär in der Nacht zum 8. Juli 2026 mehr als 80 Ziele im Iran bombardiert. Nur Stunden später feuerten die iranischen Revolutionsgarden (IRGC) Raketen auf US-Militärstandorte in Bahrain und Kuwait.

Massive US-Luftangriffe auf über 80 Ziele

Als Reaktion auf den Beschuss von drei Handelsschiffen in der Straße von Hormuz am Vortag flogen US-Streitkräfte unter dem Kommando von CENTCOM eine Reihe mächtiger Schläge gegen den Iran. Ziel waren laut US-Beamten Flugabwehrsysteme, Küstenüberwachung, Abschussbasen für Anti-Schiffs-Marschflugkörper und Drohnen sowie Hafenanlagen. Zudem seien über 60 kleine Boote der Revolutionsgarden zerstört worden, die für die Belästigung der Schifffahrt genutzt wurden.

Iranische Staatsmedien meldeten Explosionen in den südiranischen Regionen Qeshm, Bandar Abbas und Sirik, wo sechs Projektile den Taheroui-Pier trafen. Ein US-Beamter erklärte gegenüber der HuffPost, der Iran habe „nicht zugehört“, also drehe man nun „die Lautstärke auf“. Die Zahl der getroffenen Ziele soll etwa achtmal höher sein als bei einer vorherigen Vergeltungsrunde Ende Juni.

Iranische Vergeltung: Raketen auf Bahrain und Kuwait, US-Drohne abgeschossen

Die iranischen Revolutionsgarden antworteten umgehend. In einem Kommuniqué erklärten sie, als „erste Reaktion“ 85 US-Militärstandorte in Bahrain und Kuwait mit Raketen und Drohnen angegriffen zu haben. Betroffen waren unter anderem der Stützpunkt der Fünften Flotte in Port Salman und die Ali Al Salem Air Base in Kuwait. Während der Operation sei eine US-Drohne vom Typ MQ-9 über der Stadt Khormuj in der Provinz Buschehr abgeschossen worden.

Das IRGC teilte mit, die Angriffe seien eine direkte Antwort auf den von ihnen als Bruch des Interimsabkommens gewerteten US-Luftangriff. Irans Parlamentspräsident und Chefunterhändler Mohammad Bagher Qalibaf schrieb auf X: „Die Ära des Mobbens und der Erpressung ist vorbei. Es führt nirgendwohin. Wir knicken nicht ein.“ Er beschuldigte die USA und Israel, das Memorandum of Understanding mehrfach verletzt zu haben.

Parallel zu den Militärschlägen verschärften die USA den wirtschaftlichen Druck. Das US-Finanzministerium widerrief eine erst am 7. Juli erteilte Lizenz, die dem Iran den offenen Verkauf von Erdöl erlaubt hatte – mit einer Abwicklungsfrist bis zum 17. Juli. Die Ölpreise stiegen in der Folge um mehr als 5 Prozent.

Die Eskalation ereignete sich während der mehrtägigen Trauerfeierlichkeiten für Irans Obersten Führer Ayatollah Ali Khamenei, der am 28. Februar in den ersten Kriegsstunden getötet worden war. Ursprünglich war erwartet worden, dass die Staatstrauer eine Zeit niedrigerer Spannungen sein würde. Nun ist das gesamte Waffenstillstandsabkommen akut gefährdet, das die seit Februar andauernden Kriegshandlungen beenden sollte. Beide Seiten signalisierten jedoch zunächst nicht, die Verhandlungen über ein endgültiges Friedensabkommen vollständig abzubrechen.

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