Offene Worte im Netz
Der achtjährige Ludwig vermisst seinen Vater. Seit Mats Hummels als TV-Experte bei der Fußball-WM 2026 in den USA, Kanada und Mexiko im Einsatz ist, hat der Junge kaum Gelegenheit, ihn zu sehen. In einer emotionalen Instagram-Story sprach Cathy Hummels nun über die Gefühle ihres Sohnes: „Ludwig ist schon traurig, weil er seinen Papa vermisst, aber ich stemme das gut. Können ihn ja immer in der Zeitung sehen. Und im Panini Sammelheft. Da ist ein Mannschaftsfoto aus 2014 drin.“
Die Moderatorin suchte in ihrer Story auch Rat bei ihren Followern, wie man mit der Trauer von Kindern umgeht. Ihre eigene Methode beschrieb sie so: „Ich höre ihm sehr lange zu und lasse ihn einfach reden. Ich mache ihn auf positive Dinge aufmerksam, versuche es zumindest.“ Gleichzeitig gestand sie, dass die Gespräche über den Ex-Mann nicht immer leicht für sie sind.
Mit einer kleinen Geste versucht Mats Hummels die Distanz zu überbrücken: Wie Cathy Hummels dem Portal „Absolut Fussball“ verriet, schickt der Ex-Profi seinem Sohn alle drei, vier Tage Panini-Sticker nach Hause. „Er sieht ihn ja jetzt auch zwei Monate nicht. Das finde ich eine süße Geste“, sagte die 37-Jährige.
Schmerzhafte Erinnerungen
Denn manchmal tut Erinnerung auch weh. Vor allem, wenn man geschieden ist.Cathy Hummels (Moderatorin und Ex-Frau von Mats Hummels)
Seit Mats Hummels nach dem Ende seiner aktiven Karriere wieder in München wohnt, kümmern sich die geschiedenen Eltern paritätisch um Ludwig. Das Wechselmodell – eine Woche beim Vater, eine Woche bei der Mutter – sei anfangs schwer gewesen, inzwischen sehe sie auch Vorteile, erklärte Cathy Hummels: „Mittlerweile habe ich das Gefühl, ich profitiere davon, weil ich mich auch mal auf mein Privatleben konzentrieren kann.“ Die monatelange WM-Abwesenheit stellt das Arrangement nun jedoch auf eine harte Probe.
Wechselmodell und Doppelmoral
Im Kontext der Debatte um Almuth Schult, die als TV-Expertin während der WM nach der Betreuung ihrer Kinder gefragt wurde, kritisierte Cathy Hummels eine gesellschaftliche Schieflage. „Berufliche Entscheidungen von Vätern werden oft anders bewertet als die von Müttern“, schrieb sie auf Instagram. Bei männlichen Experten wie ihrem Ex-Mann werde die Frage nach der Kinderbetreuung kaum gestellt.
Die kommenden Wochen werden zeigen, wie Ludwig die lange Trennung verarbeitet – und ob die Panini-Sticker für etwas Trost sorgen können.





