Flucht vor Polizei endet tödlich
Gegen 15 Uhr Ortszeit am 7. Juli 2026 rückte die Polizei in der Provinz Samut Prakan zu einem Einsatz aus. Ein Mann randalierte in einer Luxuswohnanlage. Als die Beamten eintrafen, flüchtete Connor Murphy zu Fuß – und sprang in einen See.
Der 32-jährige Fitness-Influencer aus Austin, Texas, konnte sich nicht mehr retten. Taucher fanden seinen leblosen Körper 20 Meter vom Ufer entfernt in über zehn Meter tiefem Wasser, wie die Bangkok Post meldete. Eine erste Untersuchung ergab keine äußeren Anzeichen von Gewalteinwirkung.
Verwüstung in Luxusvilla
Zuvor hatte Murphy das Pförtnerhäuschen des Wohnkomplexes erreicht und dem Wachmann 1.000 Baht angeboten. Der lehnte ab, weil ihm Murphys Zustand merkwürdig vorkam. Als der Influencer versuchte, in ein fremdes Auto zu steigen, griff der Wachmann ein. Murphy begann zu schreien, wälzte sich auf der Straße und machte betende Gesten, bevor er davonrannte.
Die daraufhin durchsuchte, von Murphy gemietete Villa bot ein Bild der Zerstörung: Möbel und Wände waren großflächig mit Farbe beschmiert. Der Schaden dürfte immens sein, das Anwesen ist rund 22 Millionen Baht (etwa 600.000 US-Dollar) wert. In Murphys Fahrzeug fanden Ermittler zudem Spritzen und nicht identifizierte Pillen.
Freundin und Kollegen fassungslos
Murphys 22-jährige Freundin, mit der er rund drei Jahre liiert war, gab gegenüber der Polizei an, ihn nie Drogen nehmen gesehen zu haben. Sie könne sich sein abnormes Verhalten nicht erklären. Vor Kurzem war das Paar wieder zusammengezogen.
In den sozialen Medien äußerten sich Fitness-Kollegen bestürzt. Der Bodybuilder Charlie Caruso postete auf Instagram: „Conor Murphy passed away“. Der einflussreiche YouTuber Tony Huge, der mit Murphy bekannt sein soll, sprach gar von „übermenschlichen Fähigkeiten“ – offiziell bestätigt ist das nicht.
Autopsie und offene Fragen
Die thailändische Polizei leitete eine Autopsie sowie toxikologische Untersuchungen ein und informierte die US-Botschaft. Die Familie des Verstorbenen hat sich bislang nicht öffentlich geäußert. Noch ist unklar, ob Drogen oder Medikamente den tödlichen Vorfall ausgelöst haben.





