Fracht-Boeing zerbirst bei rätselhaftem Sturzflug – fünf Seeleute tot
KI-Bild
PanoramaFlugzeugabsturz

Fracht-Boeing zerbirst bei rätselhaftem Sturzflug – fünf Seeleute tot

Nach einem Navigationsfehler stürzte eine Boeing 737-400F der K2 Airways am 7. Juli 2026 ins Arabische Meer. Die Maschine vollführte zuvor extreme Manöver – Sabotage wird nicht ausgeschlossen.

Der mysteriöse Sturzflug

Der Frachter verschwand um 21:21 Uhr Ortszeit vom Radar, als er mit einer Sinkrate von 22.400 Fuß pro Minute förmlich vom Himmel fiel. Zuvor hatte die Crew einen Fehler im Navigationssystem gemeldet und bekam Kursanweisungen von der Flugsicherung Karachi. Drei Minuten später war der Funkkontakt abgebrochen.

Nach zwölfstündiger Suche orteten die pakistanische Marine und die Maritime Sicherheitsbehörde das Wrack 53 Seemeilen südlich der Hafenstadt Ormara. An Bord der 27 Jahre alten Maschine befanden sich fünf Besatzungsmitglieder: Kapitän Mohammad Rizwan Idrees, Erster Offizier Faisal Mehmood, Lademeister Muhammad Toufique Khan sowie die Ingenieure Arif Siddiqui und Muhammad Hamid. Sie alle bleiben vermisst.

Extreme Fluglage wirft Fragen auf

Aufgezeichnete Daten zeigen, dass die Boeing 737-400F in ihren letzten Minuten ein extrem ungewöhnliches Flugprofil flog. Kurz nach dem Funkspruch sackte sie um rund 5.600 Fuß ab, stieg innerhalb von 30 Sekunden wieder um 7.200 Fuß und ging dann in einen katastrophalen Sturzflug über. Der letzte Datenpunkt lag bei nur noch 1.100 Fuß über dem Meeresspiegel – bei einer Geschwindigkeit von 114 Knoten, was auf einen Strömungsabriss hindeutet.

Alles, was ich gelesen habe, gibt mir nicht genug Informationen für eine definitive Vermutung.
Mark Stephens, pensionierter Delta-Pilot

Mark Stephens, pensionierter Boeing-737-Pilot, nannte mögliche Szenarien wie Fehler in der Flugsteuerung, falsche Beladung, Triebwerksdefekte oder menschliches Versagen. Luftfahrtexperte Anthony Brickhouse betonte, die abrupten Höhenänderungen seien „besorgniserregend", aber es sei zu früh für Schlüsse: „Alles liegt auf dem Tisch, bis die Beweise etwas anderes sagen.“

Geopolitische Spannungen und Sicherheitsdefizite

Der Unfall ereignet sich in einer Region, die ohnehin angespannt ist: Am selben Tag hatten die USA eigenen Angaben zufolge mehr als 80 iranische Ziele bombardiert, obwohl ein Waffenstillstand galt. Ob ein Zusammenhang mit dem Absturz besteht, ist reine Spekulation – möglich wären auch Störungen des GPS-Signals oder elektronische Kriegsführung, über die in der Golfregion immer wieder berichtet wird.

Pakistan kämpft zudem mit einer durchwachsenen Luftsicherheitsbilanz. 2020 starben beim Absturz einer PIA-Maschine in Karachi 97 Menschen, woraufhin die EU pakistanischen Airlines zeitweise die Betriebserlaubnis entzog. Erst 2025 wurde das Verbot wieder aufgehoben. K2 Airways verlor mit AP-BOI ihr einziges Flugzeug.

Suche nach der Blackbox

Die Ermittlungen stehen noch ganz am Anfang. Entscheidend wird die Bergung des Flugdatenschreibers und des Cockpit-Stimmenrekorders aus dem Arabischen Meer sein. Die pakistanische Zivilluftfahrtbehörde hat eine Untersuchung eingeleitet und wird dabei international unterstützt. Premier Shehbaz Sharif sprach den Angehörigen sein Beileid aus und ordnete die volle Ressourcennutzung an.

Ein Unfall auf See ist für Ermittler besonders schwierig, weil viele Komponenten sinken – doch das kleinere Suchgebiet und moderne Technik machen ihn weniger rätselhaft als frühere Tragödien wie Air-France-Flug 447. Bis die Blackbox ausgewertet ist, bleibt die Ursache offen: technischer Defekt, menschlicher Fehler – oder ein gezielter Akt.

Mehr aus

Panorama