"Nicht für jeden Scheiß Werbung": Jan Böhmermann spottet über Lukas Podolskis TikTok-Deal
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Böhmermann verhöhnt Podolski

"Nicht für jeden Scheiß Werbung": Jan Böhmermann spottet über Lukas Podolskis TikTok-Deal

In der neuesten 'Fest & Flauschig'-Folge nimmt Jan Böhmermann den Ex-Fußballprofi aufs Korn – und zieht dabei Parallelen zu Drogen, Kommunismus und Prostitution. Der Hohn hat eine 20-jährige Vorgeschichte.

Jan Böhmermann hat Lukas Podolskis aktuellen TikTok-Werbespot in der neuesten Ausgabe seines Podcasts "Fest & Flauschig" auf schärfste Weise verhöhnt. Gemeinsam mit Co-Moderator Olli Schulz spielte er den Clip mehrfach ab und nannte den Deal des Ex-Weltmeisters "schäbig".

Der Auslöser: Podolskis TikTok-Werbespot

In dem Werbeclip, der im Rahmen des "TikTok Summit 2026" entstand und derzeit in zahlreichen Podcast-Episoden eingespielt wird, wirbt der 41-jährige Ex-Nationalspieler für die sichere Nutzung der umstrittenen Video-Plattform durch Kinder. TikTok versucht damit offenbar, sein angeschlagenes Image in der Debatte um ein mögliches Mindestalter aufzupolieren.

Böhmermanns ironische Kritik

Der Satiriker kommentierte den Spot mit beißender Ironie, spielte ihn mehrfach vor und imitierte schließlich Podolskis Stimme. Olli Schulz sekundierte mit deutlichen Worten.

Man muss sagen, Lukas Podolski macht nicht für jeden Scheiß Werbung – das ist nicht jemand, der sein Image für den Höchstbietenden verkauft. Sondern, das ist jemand, der guckt sich genau vorher an, was er macht.
Jan Böhmermann in der "Fest & Flauschig"-Folge vom 4. Juli 2026

Der Hohn der beiden zielt auf die Diskrepanz zwischen Podolskis Glaubwürdigkeit und der umstrittenen Plattform: TikTok steht seit Jahren wegen seines hohen Suchtpotenzials speziell bei Minderjährigen in der Kritik, in Deutschland werden Rufe nach einem Mindestalter oder sogar Verbot lauter.

Die drei fingierten Werbespots

Dabei beließ es das Duo nicht: Böhmermann, der einst mit seiner Parodie "Lukas' Tagebuch" bekannt wurde, dichtete Podolski drei fiktive Werbeauftritte an – als "verantwortungsbewusster Drogendealer" am Frankfurter Hauptbahnhof, als Fan der Kommunistischen Partei Chinas und als Fürsprecher der Prostitution im Kölner Bordell "Pascha".

20-jährige Vorgeschichte

Der Konflikt zwischen den beiden Kölnern reicht fast zwei Jahrzehnte zurück. 2005/2006 verklagte Podolski den WDR wegen Böhmermanns "Lukas' Tagebuch" erfolglos – er fühlte sich als "trampeliger und blöder Fußball-Prolet" dargestellt. 2016, während der Erdogan-Ermittlungen gegen Böhmermann, twitterte der Fußballer:

Lieber Jan, wer immer nur auf Kosten anderer austeilt, der kriegt irgendwann den Boomerang zurück. #nichtvergessen
Lukas Podolski auf Twitter (2016)

Familie Podolskis Sicht

Spätestens die Netflix-Dokumentation "Poldi" offenbarte, wie verletzend die Parodien für die Familie sind. Podolskis Schwester Justina erklärte darin:

Natürlich ist das nicht witzig. Da wird sich offensichtlich über die Familie und darüber lustig gemacht, dass wir nicht perfekt Deutsch sprechen. Aber was willst du dagegen machen?!
Justina Podolski in der Netflix-Doku "Poldi"

Keine Reaktion von Podolski

Eine Stellungnahme des 41-Jährigen zu den neuesten Spötteleien liegt bislang nicht vor. Podolski hatte seine aktive Karriere im Mai 2026 bei Górnik Zabrze beendet und konzentriert sich seither auf seine Döner-Kette "Mangal x LP10" mit rund 50 Filialen in Europa. Ob der erneute verbale Schlagabtausch die alte Fehde weiter befeuert, bleibt offen – eine Reaktion des fußballerischen Unternehmers wäre angesichts der Vorgeschichte kaum überraschend.

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