Trotz überwundenem Krebs: Sam Neill stirbt unerwartet mit 78
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Trauer um Schauspiel-Ikone

Trotz überwundenem Krebs: Sam Neill stirbt unerwartet mit 78

Der neuseeländische Schauspieler Sam Neill ist am Montag im Alter von 78 Jahren in Sydney gestorben. Die Familie spricht von einem plötzlichen Verlust, obwohl er seine Krebserkrankung überwunden hatte.

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Plötzlicher Tod in Sydney

Mit unermesslicher Trauer gab die Familie von Sam Neill am Montag seinen Tod bekannt. Der Schauspieler starb am 13. Juli 2026 im Alter von 78 Jahren in Sydney, Australien – umgeben von seinen Angehörigen. Die Todesursache nannte die Familie nicht, betonte jedoch, Neill sei bis zuletzt krebsfrei gewesen. Der Verlust sei „plötzlich und unerwartet“ gekommen, hieß es in einer Erklärung auf seinen Social-Media-Kanälen.

Sam war von seiner Familie umgeben und ist mit der Würde gegangen, die sein ganzes Leben geprägt hat. Der Verlust kam plötzlich und unerwartet.
Familie von Sam Neill

Neill hatte 2023 öffentlich gemacht, dass bei ihm ein angioimmunoblastisches T-Zell-Lymphom im Stadium 3 diagnostiziert worden war – eine seltene Form von Blutkrebs. Er unterzog sich einer Chemotherapie und erklärte zuletzt im April 2026, krebsfrei zu sein. Das St Vincent’s Private Hospital in Sydney, wo er behandelt wurde, lobte die Familie für die „unglaubliche Fürsorge“.

Geboren als Nigel John Dermot Neill in Nordirland, zog er mit sieben Jahren nach Neuseeland. Seinen Durchbruch feierte er 1977 mit „Sleeping Dogs“, internationale Bekanntheit erlangte er 1979 durch „My Brilliant Career“. Einem Millionenpublikum wurde er vor allem als Paläontologe Dr. Alan Grant in „Jurassic Park“ (1993) vertraut, eine Rolle, die er auch in späteren Sequels spielte.

Seine Karriere umspannte Arthouse-Filme und Blockbuster gleichermaßen: von „Das Piano“ über „Jagd auf Roter Oktober“ bis zu „Event Horizon“. Im Fernsehen war er zuletzt in „Peaky Blinders“ zu sehen. 2022 wurde er für seine Verdienste zum Knight Companion of the New Zealand Order of Merit geadelt.

„Kein Hollywood-Star, sondern neuseeländischer Schauspieler“

Die BBC-Journalistin Lucy Hockings, die Neill 2016 interviewte, erinnerte sich an ihn als „großzügig, witzig und ohne jede Affektiertheit“. Trotz seines Stotterns sei er zu einem Live-Interview erschienen und habe offen über seine Arbeit und seine Bewunderung für Regisseur Taika Waititi gesprochen. Neill selbst habe betont, wenig Interesse an Ruhm zu haben: „Er sagte, er sei kein Hollywood-Star, sondern einfach ein neuseeländischer Schauspieler“, so Hockings.

Neill hinterlässt ein umfangreiches filmisches Erbe, das von stillen Charakterstudien bis zu spektakulären Abenteuern reicht. Die Anteilnahme in den sozialen Medien war unmittelbar nach Bekanntwerden der Nachricht groß – Fans und Kollegen würdigten ihn als Ausnahmetalent, das stets bescheiden geblieben war.

Die letzten Jahre

Noch 2022 war er in „Jurassic World: Dominion“ zu sehen. Sein offener Umgang mit der Krebsdiagnose hatte ihm zusätzliche Sympathie eingebracht. Warum der Tod trotz erfolgreicher Therapie so plötzlich eintrat, blieb zunächst unklar. Die Familie bat um Respekt in dieser Zeit des „unermesslichen Verlusts“.

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