39 Aktivisten kleben sich vor Rheinmetall-Büro fest – Greta Thunberg mittendrin
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Rheinmetall-Protest

39 Aktivisten kleben sich vor Rheinmetall-Büro fest – Greta Thunberg mittendrin

Die Anti-Rüstungs-Gruppe „Peacefully against Genocide“ blockierte am Montag den Eingang des Konzerns am Brandenburger Tor. Die Polizei löste die Aktion auf und sprach Platzverweise aus.

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Rund 40 Aktivisten der Gruppe „Peacefully against Genocide“ haben sich am Montagmorgen vor einem Büro des Rüstungskonzerns Rheinmetall am Pariser Platz in Berlin auf den Boden geklebt – unter ihnen die Klimaaktivistin Greta Thunberg. Die Aktion kurz vor 8 Uhr ist Teil einer Protestwoche, die bereits am Samstag mit 1.800 Demonstranten vor dem Rheinmetall-Werk in Gesundbrunnen begonnen hatte.

Thunbergs Appell gegen Waffenlieferungen

In einem Instagram-Video, das die Nachrichtenplattform WELT dokumentierte, hält die 23-Jährige ein Foto des zerstörten Gazastreifens. Ihr Vorwurf: Rheinmetall produziere hier Waffen, die den „Völkermord in Palästina und im Libanon ermöglichen“.

„Wir haben die Pflicht, unsere Mitschuld an Völkermord und Massentötungen zu beenden. Und genau das tun wir heute.“
Greta Thunberg

Nach Polizeiangaben klebte sich Thunberg dabei nicht selbst fest. Ein Sprecher erklärte, sie habe sich „lediglich innerhalb der Gruppe“ befunden. Die Demonstranten forderten lautstark den Stopp der Waffenexporte nach Israel.

Polizei löst Blockade nach 90 Minuten auf

Wie der rbb berichtete, rückte die Berliner Polizei mit rund 70 Einsatzkräften an. Da der Kleber noch nicht getrocknet war, konnten die Beamten die 39 Aktivisten zügig vom Boden lösen. Anschließend wurden Platzverweise für den Pariser Platz und die Ebertstraße bis zum 15. Juli ausgesprochen.

Strafrechtliche Vorwürfe erhob die Polizei nicht. Bei drei Aktivisten wird jedoch geprüft, ob sie in Unterbindungsgewahrsam genommen werden, um sie an weiteren Protesten zu hindern. Bei Nichtbeachtung des Platzverweises drohen Ordnungsgelder oder Beugehaft.

Die Proteste richten sich gegen ein neues Werk von Rheinmetall in Berlin-Wedding, in dem nach Angaben der Aktivisten Munition produziert wird. Bereits am Samstag hatten dort 1.800 Menschen demonstriert. Die Aktionswoche soll noch bis Mittwoch andauern – die Polizei kündigte an, konsequent durchzugreifen.

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