Trump zeigt Reportern Liste: Mächtiger als Hitler und Napoleon – erstellt von seinem Caddy
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Trump-Enthüllung

Trump zeigt Reportern Liste: Mächtiger als Hitler und Napoleon – erstellt von seinem Caddy

Ein neues Buch enthüllt, wie Donald Trump sich im Oval Office mit historischen Diktatoren verglich – auf Basis eines Zettels seines Golf-Caddys. Die Selbstüberhöhung sorgt für Entsetzen.

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Es ist ein Moment, der selbst langjährige Trump-Beobachter sprachlos macht: Im März 2026 sitzen die New-York-Times-Reporter Maggie Haberman und Jonathan Swan im Oval Office. Der US-Präsident, frisch im Krieg mit dem Iran, zieht einen zweiseitigen Brief aus der Tasche. „Schaut hier: In den Top Ten sind Hitler, Mao, Stalin, Napoleon, Alexander der Große, die römischen Cäsaren, Attila der Hunne, Dschingis Khan – die schlimmsten Menschen, die man sich vorstellen kann.“ Dann tippt Trump auf die Nummer eins: sich selbst.

Die Geschichte ist das letzte Kapitel von „Regime Change: Inside the Imperial Presidency of “, dem am 23. Juni erschienenen Enthüllungsbuch der beiden Times-Journalisten. Auf 464 Seiten und basierend auf über 1.000 Interviews schildern sie die ersten 18 Monate von Trumps zweiter Amtszeit – voller Größenwahn, Chaos und Geheimhaltung.

Der Caddy als „Historiker“

Doch der angebliche Historiker, der die Rangliste verfasst haben soll, entpuppt sich als Dave King – ein schottischer Geschäftsmann und Caddy. King, früherer Vorsitzender des Rangers Football Club, arbeitet für Golflegende Gary Player. Er hatte die Einschätzung zuerst Player mitgeteilt und später Trump beim Golf in Florida unterbreitet. Der Kern des Dokuments: „The overwhelming difference between each of the above when compared with President Trump is their lack of global reach“, zitiert der Guardian. Trump postete das Schreiben kurz vor Buchveröffentlichung auf Truth Social und kommentierte trocken: „Sounds good to me!“

Fassungslose Reporter

Haberman und Swan sind irritiert. „Wir haben einfach nur zugehört. Es war ziemlich irritierend“, sagt Haberman im Focus-Interview. Dabei findet das Gespräch auf dem Höhepunkt des Iran-Kriegs statt, doch Trump will lieber über die neuen Ahornbäume vor dem Fenster plaudern.

Die Selbstvergötterung passt zu einem Präsidenten, der auch handwerklich Chaos stiftet: Pressesprecherin Karoline Leavitt ertappte Trump, wie er mit Sekundenkleber Goldverzierungen am Kaminsims befestigte. Handelsminister Howard Lutnick beschimpfte er als „pussy“, weil der vor hohen Zöllen warnte – nur um später zu scherzen, Lutnick sei jetzt sein „25-Milliarden-Dollar-pro-Monat-Pussy“.

Ein Präsident, der Geheimnisse hütet

„Wir haben uns mit diesem Buch wirklich fast umgebracht“, gesteht Haberman. Die Recherche sei die härteste ihrer Karriere gewesen. Jonathan Swan ergänzt: „In Trumps erster Amtszeit musste man nur einen Eimer vor dem West Wing aufhalten, und alle schütteten ihre Informationen hinein. Heute ist das Gegenteil der Fall.“ Dass sich die Administration als „transparenteste Regierung der Geschichte“ bezeichne, sei „kompletter Unsinn“. Tatsächlich jage das Weiße Haus derzeit intensiv nach Informanten, die Details aus dem Situation Room durchgestochen haben.

Das Buch, das in den USA bereits heftig diskutiert wird, wirft ein grelles Licht auf Trumps Selbstverständnis. Die Frage, was solche Allmachtsphantasien für die verbleibende Amtszeit bedeuten, bleibt offen – und alarmierend.

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