Vom Ruhm in die Obdachlosigkeit
Mit nur 35 Jahren starb Daveigh Chase, der Kinderstar aus „The Ring“ und die Stimme von Lilo, am 16. Juni 2026 in Los Angeles. Offizielle Todesursache: Aids. Ihr Leben endete in einem Wohnmobil nahe Skid Row – doch sie hinterlässt ein überraschendes Vermögen von rund 400.000 Dollar, wie Gerichtsdokumente zeigen.
Chase wurde 1990 in Las Vegas geboren und wuchs in Oregon auf. Mit sieben Jahren hatte sie ihren ersten Fernsehauftritt, der Durchbruch gelang ihr 2001 mit „Donnie Darko“. Weltweit bekannt wurde sie als unheimliches Geistermädchen Samara in „The Ring“ und als Synchronsprecherin von Lilo in Disneys „Lilo & Stitch“. Für beide Rollen erhielt sie bedeutende Auszeichnungen. Ab 2006 spielte sie eine Hauptrolle in der HBO-Serie „Big Love“.
Tod mit 35: Aids als offizielle Ursache
Anfang Juni 2026 wurde Chase wegen schwerer Unterernährung in ein Krankenhaus eingeliefert. Ihr Freund Roy Hernandez berichtete von einer Meningitis und einer Blutinfektion, die zu septischen Komplikationen und multiplem Organversagen führten. Am 16. Juni starb sie. Der offizielle Befund des Los Angeles County Medical Examiner, veröffentlicht am 29. Juni, nannte Aids als primäre Todesursache; als beitragenden Faktor wurde chronischer Substanzmissbrauch aufgeführt.
Chase hatte bereits mit 13 begonnen, Drogen zu nehmen. Psychische Erkrankungen und eine Rückenverletzung verschärften die Abhängigkeit. Sie war obdachlos, lebte mit Hernandez in einem Wohnmobil in der Nähe von Skid Row. Ihre Mutter Cathy Chase erklärte, die Schauspielerin habe zuletzt kaum noch Kontakt zur Familie gehalten.
400.000 Dollar Vermögen trotz Obdachlosigkeit
Obwohl sie auf der Straße lebte, hinterließ Daveigh Chase einen Nachlass im Wert von 400.000 US-Dollar. Das geht aus Gerichtsdokumenten hervor, die unter anderem TMZ und Entertainment Weekly vorliegen. Ihre Mutter beantragte die Ernennung zur Nachlassverwalterin. Ein Testament gab es nicht, Chase war nie verheiratet und hatte keine Kinder. Der Vater, der teils auf den Philippinen lebt, war nicht erreichbar.
Ihr damaliger Manager John Ryan Jr. erklärte zudem, Chase habe noch Millionenbeträge an nicht eingeforderten Resthonoraren aus ihrer Filmkarriere zu beanspruchen gehabt – was sie jedoch nie tat. Die Zahlen werfen Fragen auf: Wie kann jemand, der obdachlos ist und an den Folgen von Sucht und Aids stirbt, einen sechsstelligen Betrag hinterlassen?
Reaktionen: „Ich bin nicht überrascht“
Ihr Vater John David Schwallier reagierte gefasst auf die Todesnachricht: „Ich wusste, dass das bei ihrem Lebensstil wahrscheinlich die Schlussfolgerung war, also bin ich nicht überrascht“, sagte er der Associated Press. Er nannte den Tod tragisch. Chris Sanders, Co-Regisseur von „Lilo & Stitch“, erinnerte sich an das Casting: „Sie setzte sich ans Mikrofon, und sie war Lilo.“
Schauspielerin Melissa Gilbert verband ihre Trauer mit Kritik an Eltern, die ihre Kinder ins Showbusiness drängen. Das AIDS-Memorial würdigte Chase als Schauspielerin und Sängerin. Eine gerichtliche Anhörung zur Nachlassverwaltung soll im August 2026 stattfinden.





