Von der Lungenembolie zur radikalen Wende
„Wenn du dann wirklich beleidigt und immer wieder auf dein Gewicht angesprochen wirst, sag mal, wie viel hast du jetzt zugenommen? Also so richtig böse. Das hat mich wirklich runtergezogen.“ Claudia Effenberg (60) macht aus ihrer Verletzung keinen Hehl. Nach einer lebensgefährlichen Lungenembolie Ende 2025, einer künstlichen Hüfte und einem Bänderriss hatte sich ihr Körper verändert – und die sozialen Medien quittierten es mit Häme. Ähnlich wie Pietro Lombardi griff sie schließlich zu einer medizinisch begleiteten Lösung: der Abnehmspritze.
Im März 2026 startete sie unter ärztlicher Aufsicht eine Behandlung mit Tirzepatid (Mounjaro), betreut vom Berliner Unternehmen Voy. Der Wirkstoff reguliert Hunger- und Sättigungsgefühl. Der Effekt ließ nicht lange auf sich warten: Sechs Wochen später hatte sie bereits zwölf Kilo verloren. „Ich kann höchstens drei Pizzastücke essen und bin dann pappsatt“, sagte sie der Bild. Bis Juni waren es 23 Kilo – und Ende Juli präsentierte sie stolz ein Vorher-Nachher-Foto auf Instagram.
„Stefan fand mich nie zu dick“
Immer wieder betont die Unternehmerin, dass ihr Ehemann Stefan Effenberg sie nie wegen ihrer Figur unter Druck gesetzt habe. „Stefan hat immer gesagt, er hat keine Kleidergröße geheiratet, sondern eine Claudia mit einem großen Herzen.“ Doch die optische Veränderung blieb auch ihm nicht verborgen. Immer wieder fragte er nach neuen Kleidungsstücken, die in Wirklichkeit aus dem Keller stammten und nun wieder passten. „Oh, hast du etwas Neues? Das sieht ja toll aus. Ist die neu, die Hose?“ – „Nein, die habe ich nur zwei oder drei Jahre nicht mehr angehabt“, zitiert sie lachend.
Nicht nur die Hosen rutschten plötzlich wieder über die Hüften. Claudia kam morgens leichter aus dem Bett, konnte sich im Stehen die Schuhe zubinden und geriet bei Belastung nicht mehr so schnell außer Atem. Ihre Blutwerte verbesserten sich, und sie spürte eine neue Energie. Selbst eine kurze Krankenhauspause – zwei Wochen ohne Spritze – brachte zwar den Hunger zurück, aber nicht die Pfunde. Das bestärkte sie, das Programm fortzusetzen.
„Ich bin überhaupt nicht damit klargekommen“
„Wenn die sich so wohlfühlen, wenn die so bleiben möchten und wenn die damit klarkommen, ist das gut. Ich bin überhaupt nicht damit klargekommen“Claudia Effenberg (TV-Bekanntheit, ehemaliges Model)
Mit diesem Satz stellt sie sich gegen die, die ihren Weg kritisieren. Unter ihrem Vorher-Nachher-Post vom 14. Juli 2026, der sie links vor einem Jahr und rechts mit 23 Kilo weniger zeigt, sammelten sich nicht nur bewundernde Kommentare wie „Du siehst wunderschön aus“. Auch Häme und Vorwürfe, sie propagiere einen ungesunden Schönheitsdruck, trafen ein. Claudia kontert: Sie habe niemanden mit mehr Gewicht angreifen wollen, sondern allein für ihr eigenes Wohlbefinden gehandelt. Ganz anders als Ronja Forcher, die ohne medikamentöse Hilfe abnahm, verteidigt Effenberg den ärztlich begleiteten Weg.
Das Ziel: 30 Kilo – und die Debatte geht weiter
Ihr selbstgestecktes Ziel hat die 60-Jährige noch nicht erreicht. Sieben weitere Kilo sollen noch purzeln, dann hätte sie ihr Wunschgewicht von minus 30 Kilo erreicht. In ihrem neuesten Instagram-Reel schreibt sie: „glücklicher dank weniger Kilos“. Die Spritze will sie so lange nehmen, bis das Idealgewicht stabil ist – stets unter ärztlicher Kontrolle.
„glücklicher dank weniger Kilos“Claudia Effenberg (TV-Bekanntheit, ehemaliges Model)
Ihr Fall wirft ein Schlaglicht auf den Boom der Abnehmspritzen und die gespaltene öffentliche Meinung. Für die einen ein Segen gegen krankhaftes Übergewicht, für die anderen ein gefährlicher Trend. Claudia Effenberg ist es egal – solange sie morgens wieder leichter aus dem Bett kommt und ihr Mann die „neue“ alte Hose bewundert.





