Offene Worte auf dem Kiez
Als Dominik Gundlach starb Raúl Richter 2014 den Serientod bei „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“. Knapp zwölf Jahre später lässt der Schauspieler mit einer überraschenden Bemerkung aufhorchen: Er kann sich ein Comeback vorstellen. Beim großen Sommerfest der Drag-Queen Olivia Jones auf dem Hamburger Kiez erklärte Richter dem OK! Magazin: „Theoretisch könnte ich natürlich wieder auferstehen bei GZSZ, ja. Aber das liegt ja nicht in meiner Hand. Ich würde drüber nachdenken.“
Theoretisch könnte ich natürlich wieder auferstehen bei GZSZ, ja. Aber das liegt ja nicht in meiner Hand. Ich würde drüber nachdenken.Raúl Richter
Richter war von Dezember 2007 bis November 2014 fester Teil des GZSZ-Ensembles. Sein freiwilliger Ausstieg wurde damals mit einem dramatischen Motorradunfall besiegelt – doch das muss im Soap-Kosmos kein endgültiges Ende sein.
Wie eine Rückkehr trotz Serientod funktionieren könnte
Dass selbst ein unwiderruflicher TV-Tod kein Comeback verhindert, hat Susan Sideropoulos bewiesen. Knapp zehn Jahre nach dem Aus ihrer Rolle Verena kehrte sie als Doppelgängerin Sarah Moreno zurück. Ein ähnliches Kunststück – etwa ein bislang unbekannter Zwillingsbruder – wäre auch für Richter denkbar. Bisher gibt es jedoch keine konkrete Anfrage von RTL.
Richters Äußerungen fallen in eine turbulente Phase der Serie. Während Popstar Oli.P nach 27 Jahren Pause ein streng geheimes Comeback plant, verlassen etliche Fanlieblinge den Kiez. Zoe und Carlos starben jüngst den Serientod, Felix von Jascheroff (John) steht vor seinem Abschied, und auch Maria Wedig (Nina) könnte die Serie verlassen. Neue Gesichter wären also willkommen.
Die „Notruf Hafenkante“-Hürde
Ein GZSZ-Comeback würde für Richter allerdings einen Spagat bedeuten. Seit Jahren spielt er eine Hauptrolle im ZDF-Format „Notruf Hafenkante“. Aktuell laufen die Dreharbeiten zur 21. Staffel – sie dauern bis November 2026. Ob sein Vertrag Raum für eine Doppelbelastung lässt oder er dafür die Krimiserie verlassen müsste, ist offen. Das ZDF hat sich dazu nicht geäußert.
Anders als sein Kollege Stephen Dürr, der sich im Dschungelcamp bitter über Druck und Erpressung bei RTL beschwert hatte, blickt Richter positiv auf seine Daily-Zeit zurück. „Meine Zeit bei ,Gute Zeiten, schlechte Zeiten‘ war durchgängig gut geprägt. Ich habe da gar keine Erfahrungen mit Druck oder Erpressung oder irgendwas, nein. Bei mir war die Zeit bei ,Gute Zeiten, schlechte Zeiten‘ eine wunderschöne Zeit, auf die ich gerne zurückblicke“, sagte er.
Meine Zeit bei ,Gute Zeiten, schlechte Zeiten‘ war durchgängig gut geprägt. Ich habe da gar keine Erfahrungen mit Druck oder Erpressung oder irgendwas, nein. Bei mir war die Zeit bei ,Gute Zeiten, schlechte Zeiten‘ eine wunderschöne Zeit, auf die ich gerne zurückblicke.Raúl Richter
Ob und wann RTL auf Richters Offenheit reagiert, ist ungewiss. Die Serienverantwortlichen haben sich bisher nicht zu einem möglichen Comeback des Dominik-Darstellers geäußert. An wirklichem Interesse mangelt es dem 39-Jährigen jedenfalls nicht – und der Kiez hat bewiesen, dass Tote manchmal die besten Geschichten schreiben.





