Nach Anti-AfD-Parolen auf SWR-Bühne: AfD-Fraktion fordert Aufklärung
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Nach Anti-AfD-Parolen auf SWR-Bühne: AfD-Fraktion fordert Aufklärung

Das Musikduo LISÆ skandierte auf der DASDING-Bühne des Stuttgarter Lichterfestivals »Ganz Stuttgart hasst die AfD« – ohne dass der gebührenfinanzierte SWR einschritt. Die AfD-Fraktion verlangt nun Antworten zur politischen Neutralität.

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Eklat beim Lichterfestival

Über eine halbe Minute lang hallte am Samstagabend der Sprechgesang »Ganz Stuttgart hasst die AfD« über das Stuttgarter Lichterfestival. Das Musikduo LISÆ stimmte die Parole auf der Bühne des SWR-Jugendsenders DASDING an – das Publikum fiel begeistert ein. Ein Video des Vorfalls verbreitete sich in sozialen Netzwerken und löste eine Debatte über die politische Neutralität des öffentlich-rechtlichen Rundfunks aus.

LISÆ, ein feministisches Duo, trat am 11. Juli 2026 von 19:15 bis 20:15 Uhr auf. DASDING ist Teil des Südwestrundfunks und wird vollständig aus dem Rundfunkbeitrag finanziert. Ein Eingreifen von Moderatoren oder Verantwortlichen des Senders erfolgte nicht, ebenso wenig eine Distanzierung auf der Bühne, wie Apollo News berichtet.

Keine Reaktion des SWR

Weder der SWR noch die Stadtwerke Stuttgart haben sich bisher zu dem Vorfall geäußert. Auch von Bürgermeister Thomas Fuhrmann (CDU), der als Aufsichtsratsvorsitzender der veranstaltenden in.Stuttgart GmbH fungiert, liegt keine Stellungnahme vor. Der SWR ist als öffentlich-rechtliche Anstalt gemäß Rundfunkstaatsvertrag §11 zu Objektivität, Unparteilichkeit und Ausgewogenheit verpflichtet – die eigene Nachrichtenseite SWR Aktuell thematisierte den Vorfall bis zum 14. Juli nicht.

Auf der SWR-‚Das Ding‘-Bühne beim Stuttgarter Lichterfestival wurde offen gegen die AfD agitiert. Wer Rundfunkbeiträge zahlt, finanziert Information und Kultur – keine parteipolitische Bühne gegen die größte Oppositionspartei. Jetzt braucht es Aufklärung: ➡️ Welche Rolle spielte der SWR? ➡️ Wer trägt die Verantwortung? ➡️ Wie wird politische Neutralität künftig sichergestellt?
AfD-Fraktion Baden-Württemberg (13. Juli 2026)

Politischer Kontext

Die AfD hatte bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg am 8. März 2026 landesweit 18,8 Prozent der Stimmen erreicht und stellt 35 Abgeordnete. In Stuttgart selbst lag das Ergebnis bei 10,5 Prozent. Die Partei fordert in ihrem Wahlprogramm eine tiefgreifende Reform des öffentlich-rechtlichen Rundfunks und die Abschaffung des Rundfunkbeitrags. Der SWR betreibt seit Jahren Initiativen wie das Sensibilisierungstool »Enthasser«, das junge Menschen gegen »Hass, Extremismus und Propaganda« immunisieren soll.

Auf der offiziellen Festival-Website wurde DASDING als Bühne mit »großartigen Bands, Künstler:innen und DJs für echtes Festival-Feeling« beworben – »für jeden Musikgeschmack ist etwas dabei«. LISÆ selbst werden als Duo mit »kraftvollem, feministischem Sound mit Haltung« beschrieben. Die Diskrepanz zwischen diesem Versprechen und der offenen politischen Agitation nährt die Kritik an einer einseitigen Instrumentalisierung gebührenfinanzierter Angebote.

Die einzigen Medien, die bis zum 14. Juli 2026 über den Vorfall berichteten, waren die Junge Freiheit und Apollo News. In sozialen Netzwerken wird der Vorfall überwiegend kritisch diskutiert; Nutzer werfen dem SWR einen Verstoß gegen die Neutralitätspflicht und die Instrumentalisierung einer gebührenfinanzierten Bühne vor.

Offene Fragen

Eine offizielle Stellungnahme der Verantwortlichen steht weiterhin aus. Die AfD-Fraktion hat ihre Forderungen auf X bekräftigt und verlangt konkrete Maßnahmen, um die politische Neutralität des öffentlich-rechtlichen Rundfunks sicherzustellen. Ob und wie der SWR auf die Kritik reagieren wird, ist offen – das Ausbleiben jeglicher Reaktion könnte den Vertrauensverlust in die Anstalt weiter vertiefen.

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