Jens Spahn trotzt CDU-Linie: Kind per Leihmutter in den USA bekommen
KI-Bild
Leihmutter-Debatte

Jens Spahn trotzt CDU-Linie: Kind per Leihmutter in den USA bekommen

Der CDU-Fraktionschef und sein Ehemann Daniel Funke sind Eltern geworden – mit Hilfe einer Leihmutter, obwohl Spahns Partei diese Praxis strikt ablehnt. Der kleine Georg erblickte das Licht der Welt im Sternzeichen Krebs in Amerika.

Veröffentlicht
JUX auf Google folgen

Familienzuwachs trotz Parteidogma

Während die CDU Leihmutterschaft im Grundsatz ablehnt, hat ihr Fraktionsvorsitzender Jens Spahn (46) jetzt selbst auf diese Methode zurückgegriffen. Am 15. Juli 2026 verkündete sein Ehemann Daniel Funke auf Instagram: „We Are Family ♥️“ – das Paar ist Eltern eines Jungen namens Georg geworden.

Das Selfie zeigt die beiden stolzen Papas beim Spaziergang mit einem dunkelblauen Kinderwagen im Grünen. Spahn, leger in Jeans und hellblauem Hemd, hält den Griff des Wagens fest umschlossen, während Funke das Bild mit dem Handy aufnimmt. Die Nachricht verbreitete sich rasend schnell und wurde wenig später von Spahn selbst gegenüber der Bild-Zeitung bestätigt.

Instagram · @daniel_f_punkt
Mein Mann ist Papa geworden, und ich mit ihm. Georg ist unser ganzes Glück. Dieses Gefühl lässt sich kaum in Worte fassen.
Jens Spahn (CDU/CSU-Fraktionsvorsitzender)

Georg wurde in den Vereinigten Staaten von einer Leihmutter ausgetragen, genetischer Vater ist Daniel Funke (44), Manager bei Peek & Cloppenburg. In Deutschland ist Leihmutterschaft nach dem Embryonenschutzgesetz verboten, doch in mehreren US-Bundesstaaten legal. Der Name Georg ist eine bewusste Hommage an Spahns 2024 verstorbenen Vater, der ebenfalls Georg hieß; auch Jens Spahn selbst trägt Georg als zweiten Vornamen. Das Kind kam im Sternzeichen Krebs zur Welt, also zwischen dem 22. Juni und 22. Juli 2026 geboren.

CDU-Linie und persönlicher Wandel

Die Nachricht sorgt innerparteilich für Brisanz. Die CDU lehnt Leihmutterschaft strikt ab, die Frauen-Union allenfalls die Eizellspende erlauben. Noch 2019 hatte das von Spahn geführte Bundesgesundheitsministerium eine Legalisierung mit Verweis auf das Kindeswohl abgelehnt. Spahn selbst hatte 2015 im „GQ“-Magazin geschrieben: „Als schwuler Mann und Christ kann ich mich persönlich nur sehr schwer mit der Idee eines gemieteten Mutterbauchs anfreunden.“ Nun hat er genau diesen Weg für sich gewählt.

Auch der Virologe und CDU-Politiker Hendrik Streeck wurde erst kürzlich per Leihmutter aus den USA Vater – ein Zeichen, dass die Praxis in der Partei mehr verbreitet ist, als die offizielle Linie vermuten lässt.

Ein Brief an die engsten Freunde

Noch vor der öffentlichen Verkündung hatte das Paar einen bewegenden Brief an Familie und Freunde geschickt. „Willkommen auf der Welt, kleiner Mensch. Möge dein Leben voller Liebe, Gesundheit und Wunder sein und Gottes reicher Segen dich auf deinem Weg beschützen“, zitiert die Bild aus dem Schreiben.

Wir sind überglücklich und schockverliebt in den kleinen Mann und freuen uns, wenn Ihr ihn bald selbst kennenlernt. Voller Freude auf ein gemeinsames Leben zu dritt, die stolzen Papas.
Jens Spahn (CDU/CSU-Fraktionsvorsitzender)

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) war bereits vorab informiert worden. Spahn reiste mit Beginn der parlamentarischen Sommerpause am vergangenen Wochenende in die USA, wo die kleine Familie nun eine ruhige Zeit bis Anfang August verbringen will. Die Leihmutter soll auch künftig eine Rolle im Leben von Georg spielen: „Sie gehört nun quasi zur Familie und wird Georgs Lebensweg begleiten“, erfuhr die Bild aus dem Umfeld des Paares.

Diskussion um Reform?

(Keine Umfrage verknüpft)

Die Geburt von Georg könnte die innerparteiliche Debatte neu entfachen. Während Jens Spahn 2015 noch von „Demut“ sprach, ein Kind nicht auf natürlichem Weg zu bekommen, hat er nun praktisch vollendete Tatsachen geschaffen. Daniel Funke zeigte sich der Kontroverse bewusst: „Uns ist bewusst, dass beim Thema Leihmutterschaft oft Unsicherheit herrscht und auch manches Vorurteil besteht. Aber wie sagte der große Franz Beckenbauer: ‚Der liebe Gott freut sich über jedes Kind.‘“ Ob die CDU ihre Haltung angesichts prominenter Gegenbeispiele überdenkt, ist offen. Eine Reform des Embryonenschutzgesetzes steht derzeit nicht auf der Agenda.

Uns ist bewusst, dass beim Thema Leihmutterschaft oft Unsicherheit herrscht und auch manches Vorurteil besteht. Aber wie sagte der große Franz Beckenbauer: ‚Der liebe Gott freut sich über jedes Kind.‘
Daniel Funke (Ehemann von Jens Spahn)
JUX auf Google folgen
Mehr aus

Promis