Nolan weist Backlash gegen Elliot Page in "Odyssee" zurück
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Nolan-Film "Odyssee"

Nolan weist Backlash gegen Elliot Page in "Odyssee" zurück

Die Besetzung des trans Schauspielers Elliot Page als griechischer Krieger Sinon in Christopher Nolans "Odyssee" löste monatelange Anfeindungen von rechts aus. Jetzt kontert der Regisseur – und Page setzt auf dem roten Teppich ein Zeichen.

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Die monatelange Kontroverse um die Besetzung von Elliot Page in Christopher Nolans neuem Film „Die Odyssee“ gipfelte am Dienstagabend in einer glamourösen New Yorker Premiere – und einer deutlichen Ansage des Regisseurs selbst. Page, der bereits mit Nolan an „Inception“ gearbeitet hatte, spielt darin den griechischen Spion Sinon, Sohn des Esimus und Cousin von Odysseus (Matt Damon). Doch die Rolle erwies sich als politischer Zündstoff: Schon seit Frühjahr 2025, als das Casting bekannt wurde, tobte in konservativen Kreisen ein Sturm der Entrüstung.

Die Rolle des Sinon

Lange war spekuliert worden, Page verkörpere den Helden Achilles. Die endgültige Bestätigung, dass es sich um Sinon handelt – den legendären Spion, der die Trojaner von seinem angeblichen Überlaufen überzeugte –, erreichte die Öffentlichkeit erst am 26. Juni 2026 über Branchenmedien wie Cosmic Book News. Doch diese Richtigstellung heizte die Debatte nur weiter an. Page ist ein trans Mann, und für viele rechte Kommentatoren war seine Besetzung als antiker Krieger ein Symbol für erzwungene Diversität. Die konservative Website Cosmic Book News bezeichnete Pages Rolle gar als „die schlechteste Casting-Entscheidung neben schwarzer Schlange“. Ein YouTube-Video trug den Titel: „Elliot Page hat die Odyssey-Situation gerade noch viel schlimmer gemacht“.

Rassismus und transfeindlicher Backlash

Die Kritik an Page verband sich mit rassistischen Attacken gegen Lupita Nyong’o, die Helena von Troja spielt. Fox News berichtete über eine „wachsende Gegenreaktion“ gegen den Film und sprach von „überwältigend negativen Reaktionen“ aufgrund „kontroverser Besetzungen“. Elon Musk unterstellte Nolan auf X, er habe Nyong’o nur besetzt, um „Awards zu wollen“. Nyong’o selbst konterte im Mai gegenüber Medien: „Ich verschwende meine Zeit nicht damit, die rassistischen Kritiken zu beantworten.“ Vanity Fair kommentierte bereits im Vorfeld sarkastisch, Nolans „Odyssee“ werde die politische Rechte in den Wahnsinn treiben.

Nolan: „Völlig irrelevant“

Christopher Nolan reagierte im Juli 2026 mit einer klaren Zurückweisung. Im Interview mit dem Telegraph erklärte er: „Diese Gespräche, die geführt werden, bevor die Leute den Film gesehen haben – sie sind immer irrelevant, denn niemand, der sie führt, weiß, was der Film eigentlich ist.“ Der Regisseur verwies auf seine Erfahrungen mit der Batman-Trilogie, als er mit jahrzehntealten Fan-Erwartungen konfrontiert war: „Was man tun muss, ist den Originaltext zu ehren, indem man ihn auf die stärkste persönlich mögliche Weise interpretiert.“ Nolan ließ damit keinen Zweifel daran, dass er sich seine künstlerische Freiheit nicht von politischen Kampagnen beschneiden lassen will.

Diese Gespräche, die geführt werden, bevor die Leute den Film gesehen haben – sie sind immer irrelevant, denn niemand, der sie führt, weiß, was der Film eigentlich ist.
Christopher Nolan im Interview mit dem Telegraph

Premiere mit Trotzreaktion

Bei der Neuyorker Premiere am 14. Juli 2026 zeigte sich Elliot Page demonstrativ unberührt. An der Seite seiner Freundin Julia Shiplett posierte er in einem übergroßen marineblauen Anzug lächelnd für die Fotografen. Medien wie Hola! notierten, Page „lächele über die lächerliche Kritik“ und wirke ungebeugt. Die opulente Premiere, die Stars wie Zendaya, Anne Hathaway, Tom Holland und Matt Damon versammelte, wurde so zur Bühne für ein stilles Statement. Der Film startet am 17. Juli in den US-Kinos – und die hitzige Debatte um Repräsentation dürfte ihn weiter begleiten.

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