Uwe Herrmann (63) hat die Schockdiagnose Merkelzellkarzinom hinter sich – und fühlt sich gleichzeitig blendend wie nie. Der Brautmodendesigner aus Dresden, bekannt aus der VOX-Sendung „Zwischen Tüll und Tränen“, sprach im RTL-Interview über seinen Gesundheitszustand und die bleibende Angst.
„"Mir geht es gesundheitlich blendend. Also richtig gut."“
Ein Jucken, das alles veränderte
Im Februar 2026 entdeckte Herrmann eine unscheinbare, juckende Stelle am Ellenbogen, die er für einen Mückenstich hielt. „Das hat mich gekrabbelt, mich gejuckt und sah ganz normal aus wie ein Mückenstich“, erinnerte er sich. Nur Stunden später schwoll die Stelle dramatisch an. Sein Immunsystem war nach einer schweren Erkältung und unter Stress komplett down – der perfekte Nährboden für das extrem aggressive Merkelzellkarzinom, dessen Zellteilungsrate mit über 100 dreimal so hoch ist wie die von schwarzem Hautkrebs.
„"Ich fühle mich gesund. Aber der Krebs wird bleiben."“
Nur vier Tage nach der Diagnose lag Herrmann zum ersten Mal unterm Messer. Bei der Operation am Ellenbogen wurde das Karzinom entfernt, doch in einem Lymphknoten fanden die Ärzte eine Metastase. Ein zweiter Eingriff folgte, bei dem zwölf Lymphknoten entfernt wurden. Der nächste Schock: Zunächst gingen die Mediziner davon aus, dass der Krebs bereits die Leber befallen hatte. „Da hatte ich eine Lebenserwartung von drei bis sieben Jahren“, sagte Herrmann, der mit seinem Sohn begann, das Schlimmste vorzubereiten.
„"Es tut ein bisschen weh. Aber Wehtun ist schöner als Sterben."“
Faktisch krebsfrei – aber die Angst bleibt
Dann die überraschende Wende: Weitere Untersuchungen ergaben, dass es sich bei der vermeintlichen Lebermetastase um einen Blutschwamm mit Zyste handelte. Der Chefarzt erklärte ihn für „faktisch krebsfrei“. Dennoch geht die Therapie weiter: Herrmann will sich bestrahlen lassen und hofft auf eine Immuntherapie. Vierteljährliche Kontrolluntersuchungen und monatliche Bluttests bleiben Pflicht. Promiflash berichtete, wie seine innere Anspannung bei jedem Kontrolltermin hochbleibt.
„"Diese Diagnose, ‚Sie haben Glück gehabt‘, ist bei mir im Stammhirn noch nicht angekommen. Ich bin immer noch traumatisiert."“
Warum Uwe Herrmann jetzt zweimal umarmt
Die Erkrankung hat seinen Blick aufs Leben radikal verändert. „Du kannst eine Frau zweimal in den Arm nehmen, statt nur einmal. Damit man Vorsprung hat“, sagte der 63-Jährige. Er will bewusster leben, seinen Liebsten öfter zeigen, wie wichtig sie ihm sind. Sein Brautmodengeschäft führt er gemeinsam mit seinem Sohn weiter. Auch privat hat sich einiges geändert: Seit der Trennung von seiner Partnerin Susann Anfang 2026 ist er Single.
„"Du kannst eine Frau zweimal in den Arm nehmen, statt nur einmal. Damit man Vorsprung hat."“
Herrmann führt seine frühe Diagnose auf regelmäßige Vorsorge zurück: „Die Geschwindigkeit der Diagnose war bei mir der Hauptfaktor.“ Dass seine Mutter nur vier Monate zuvor an Magen-Darm-Krebs gestorben war, sensibilisierte ihn zusätzlich. Nun will er sich öffentlich für die Kostenübernahme der Hautkrebsvorsorge durch gesetzliche Krankenkassen starkmachen. Denn: Auch andere Prominente wie Patrice Aminati kämpfen mit der tückischen Krankheit.





