Bohlen will Modern Talking zurück – Anders blockt ab: „Kein Plan B“
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Bohlen will Modern Talking zurück – Anders blockt ab: „Kein Plan B“

Während Dieter Bohlen mit Live Nation zehn Weltshows plant, erklärt Thomas Anders ein Comeback für ausgeschlossen – und startet lieber seine eigene Tour.

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Die Rechnung ist einfach: Zehn ausverkaufte Stadien, Millionen Gagen, die Welt wartet auf die Rückkehr von Modern Talking. Doch der Mann, der das Ganze möglich machen soll, sagt Nein. Thomas Anders erteilt dem Comeback-Vorschlag von Dieter Bohlen eine klare Absage – und setzt lieber auf seine eigene Tour durch die 80er.

Modern Talking war eines der erfolgreichsten Pop-Duos der 80er mit Welthits wie ‚You’re My Heart, You’re My Soul‘. Nach der ersten Trennung 1987 gab es 1998 ein Comeback, das bis 2003 hielt. Seitdem herrschte Funkstille – und beide verfolgten Solokarrieren.

Es klingt nach einem versöhnlichen Friedensangebot, mit dem Dieter Bohlen im Juli 2026 überraschte. Im Podcast „Hopf & Kettner“ öffnete der Pop-Titan die Tür für ein gemeinsames Comeback: „Ja, warum nicht?“ Gegenüber der Bild-Zeitung nannte er den jahrelangen Streit „Kinderkacke“ und betonte: „Thomas ist ja nicht mein Feind. Ich laufe ja nicht mit Hass im Bauch seit Jahren rum. Das ist ja schon lange verflogen.“

Konkrete Millionen-Offerten als Auslöser

Hinter Bohlens plötzlicher Offenheit stecken handfeste Angebote: Der Konzertveranstalter Live Nation fragte laut Bohlen für zehn große Shows weltweit an, zudem lagen Anfragen für ein Modern‑Talking‑Musical und eine Doku vor. Bohlen habe sich daraufhin gefragt, warum man bei solchen Gelegenheiten stets Nein sage. Er habe Thomas Anders sogar direkt kontaktiert: „Ich habe Thomas gefragt, ob wir nicht wieder was gemeinsam machen wollen.“

Anders: „So leidensfähig bin ich jetzt nicht“

Thomas Anders bleibt jedoch bei seiner klaren Haltung. Bereits im Mai 2026 hatte er in der „Rhein‑Zeitung“ festgestellt: „Nein, das ist nicht geplant. Es gibt keinen Plan B in unserer Schublade.“ Und als Reaktion auf Bohlens jüngsten Vorstoß legte er im Hamburger Abendblatt nach. Mit Blick auf Dieter Bohlens Solo-Tournee, bei der fast ausschließlich Modern‑Talking‑Hits gespielt wurden, sagte der 63‑Jährige: „So leidensfähig bin ich jetzt nicht.“

Nein, das ist nicht geplant. Es gibt keinen Plan B in unserer Schublade.
Thomas Anders (Sänger)

Statt einer Wiedervereinigung mit Bohlen hat Anders längst eigene Pläne: Zusammen mit seinem Produzenten Christian Geller nahm er die ersten sechs Modern‑Talking‑Alben neu auf und veröffentlicht sie ab Sommer 2026 als modernisierte Versionen unter dem Titel „The 1st Album“. Für das Frühjahr 2027 kündigt er zudem die Tournee „Thomas Anders sings Modern Talking“ an.

Eine ähnliche Enttäuschung erlebten jüngst Fans von Wolfgang Petry, der statt einer Live-Rückkehr nur eine neue Single vorlegte.

Stadion-Rock vs. Intimität: Die unversöhnlichen Visionen

Bohlen schweben Konzerte in Größenordnungen einer Helene Fischer vor – etwa im Volksparkstadion oder auf Schalke. Er ist überzeugt, dass Modern Talking solche Arenen füllen könnte, vor allem im Ausland wie Südamerika und Osteuropa. Anders hingegen setzt auf seine eigene Hommage, bei der er die Hits zwanzig Jahre nach der Trennung ohne seinen Ex‑Partner interpretiert.

Und so stehen die Zeichen weiter auf Distanz. Bohlen hatte zwar betont, einem zufälligen Treffen gelassen entgegenzusehen: „Hallo, Thomas, würde ich ganz einfach sagen. Wenn wir ein gutes Gespräch hätten, könnte ich mir auch vorstellen, dass ich ihn in den Arm nehmen würde.“ Doch bei gemeinsamen Auftritten seien sie „noch unterschiedlicher Meinung“. Die Fan‑Sehnsucht und das große Geld – sie reichen vorerst nicht, um die Gräben zu überwinden.

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Ob sich die beiden doch noch zusammenraufen? Die Angebote liegen auf dem Tisch, doch Thomas Anders macht keine Anstalten, sich von den Millionen locken zu lassen. Im Zweifel werden die Fans also zwei Modern‑Talking‑Shows parallel erleben – nur nicht mit der Originalbesetzung.

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