Partys erlaubt, Lieferservice möglich: Marius Borg Høibys bizzare Hausarrest-Regeln auf Skaugum
KI-Bild
Hausarrest-Privilegien

Partys erlaubt, Lieferservice möglich: Marius Borg Høibys bizzare Hausarrest-Regeln auf Skaugum

Während Kronprinzessin Mette-Marit nach Lungentransplantation genesen muss, sitzt ihr verurteilter Sohn mit Fußfessel auf Skaugum. Das Gericht erlaubt ihm überraschend viel – doch Alkohol und Drogen sind tabu.

Veröffentlicht
JUX auf Google folgen

Seit dem 14. Juli 2026 sitzt Marius Borg Høiby nicht mehr in der Zelle des Hochsicherheitsgefängnisses Ila, sondern auf dem königlichen Anwesen Skaugum. Der 29-Jährige, Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit, verbüßt seine Untersuchungshaft unter elektronischer Überwachung – mit Auflagen, die für Diskussionen sorgen.

Die Regeln des Hausarrests

Was der Verurteilte genau darf und was nicht, erklärte Tor Erik Larsen, Vorsitzender der Gewerkschaft des norwegischen Justizvollzugs, der GALA und weiteren Medien Einblicke in das sogenannte RISK-Programm gab. Dieses Sonderprogramm zur intensiven elektronischen Überwachung wird landesweit nur äußerst selten angewendet – zum Stichtag 1. Juli 2026 nutzten es lediglich 14 Personen.

Instagram · @detnorskekongehus

Die Fußfessel beschränkt Høibys Bewegung auf einen eng definierten Radius um eine Basisstation. Er darf das Haus nur für gerichtlich genehmigte Ausnahmen verlassen – etwa für eine reguläre Anstellung, medizinische Behandlungen oder Krankenhausbesuche bei Familienmitgliedern. Selbstständige Arbeit ist nicht gestattet. Auch kurze Besorgungen erfordern eine polizeiliche Erlaubnis mit minutengenauen Zeitvorgaben.

Theoretisch darf er Partys feiern.
Tor Erik Larsen (Vorsitzender der Gewerkschaft des norwegischen Justizvollzugs)

Da niemand ständig vor dem Anwesen Wache hält, ließe sich der Empfang von Freunden faktisch kaum kontrollieren, räumt Larsen ein. Hingegen ist jeglicher Konsum von Rauschmitteln – ob legal oder illegal – Høiby strengstens untersagt. Regelmäßige Drogentests sind Pflicht.

Es ist jeglicher Konsum von Alkohol und Drogen, ob legal oder illegal, strengstens verboten, weshalb regelmäßige Proben entnommen werden.
Tor Erik Larsen (Vorsitzender der Gewerkschaft des norwegischen Justizvollzugs)

Uneingeschränkten Zugang hat Høiby zu Internet und Mobiltelefon. Lieferdienste wie Foodora darf er nutzen und sich Essen nach Hause bestellen. Rauchen ist ihm ebenfalls erlaubt.

Zufälliges Zusammentreffen mit der Mutter

Bemerkenswert ist das Timing: Am selben Tag, als Høiby auf Skaugum einzog, wurde Kronprinzessin Mette-Marit nach einer Lungentransplantation aus dem Krankenhaus entlassen. Die 52-Jährige leidet an chronischer Lungenfibrose und muss sich nun auf dem Anwesen erholen. Mutter und Sohn leben damit erstmals seit Jahren wieder unter einem Dach – eine „Zwangs-WG“, wie Royal-Experte Stefan Blatt gegenüber BUNTE kommentierte.

Blatt sieht darin zwar eine Chance zur Annäherung, warnt aber: „Zu Hause könnte dies anders sein.“ Die direkte Konfrontation mit der Familie könnte für Høiby schmerzhafter ausfallen als die Zeit im Gefängnis.

Keine dauerhafte Lösung

Die aktuelle Regelung ist auf vier Wochen befristet und nur aufgrund des laufenden Berufungsverfahrens möglich. Høiby war im Juni zu vier Jahren Haft verurteilt worden – die Staatsanwaltschaft fordert jedoch eine härtere Strafe. Da er Berufung eingelegt hat, ist das Urteil nicht rechtskräftig.

Tor Erik Larsen stellte klar, dass eine Verbüßung der eigentlichen Haftstrafe im elektronisch überwachten Hausarrest rechtlich ausgeschlossen ist. Erst am Ende einer regulären Haftzeit könnte theoretisch ein Übergang in den überwachten Freigang geprüft werden. Bis zur endgültigen Entscheidung des Berufungsgerichts – frühestens 2027 – bleibt Høiby jedoch zunächst auf Skaugum, wo er mehr Freiheiten genießt als hinter Gittern, aber unter strengerer Beobachtung seiner Familie steht.

JUX auf Google folgen
Mehr aus

Promis