Nur eine Mahlzeit – seit Jahren
Gegrilltes Hähnchen, Brokkoli, Sprossen, ein bisschen Dal – mehr kommt bei Shah Rukh Khan seit Jahren nicht auf den Teller. Und das nur einmal am Tag. Der Bollywood-Superstar hat seine extreme Essroutine erstmals im August 2024 in einem Interview mit dem Guardian öffentlich gemacht. Der deutsche Promi-News-Dienst Promiflash griff das Geständnis am 17. Juli 2026 erneut auf und katapultierte Khans ungewöhnlichen Lebensstil zurück in die Schlagzeilen.
Klare Ansage des 60-Jährigen: Das sei „keine Form von Intervallfasten und auch keine ärztliche Empfehlung – sondern schlicht eine persönliche Entscheidung.“ Mit Diät-Trends hat seine Methode nichts zu tun. Der Grund liegt in einem völlig aus den Fugen geratenen Arbeitsrhythmus: Khan arbeitet regelmäßig bis tief in die Nacht und richtet seinen gesamten Tagesablauf danach aus. Abwechslung sucht er beim Essen nicht – seit Jahren greift er immer zu denselben simplen Zutaten und bereitet sie sich sogar selbst zu, um sie mit ans Set zu nehmen.
Das sagt der Gastroenterologe
Dass die monotone Kost dem Star offenbar guttut, bestätigt auch der indische Gastroenterologe Dr. Pal Manickam. Gegenüber der Times of India analysierte er Khans vier Hauptnahrungsmittel: Gegrilltes Hähnchen liefere hochwertiges mageres Eiweiß für den Muskelerhalt, Brokkoli und Sprossen seien reich an Antioxidantien und Ballaststoffen, und das Linsengericht Dal sei eine ausgezeichnete pflanzliche Protein- und Ballaststoffquelle. Eine Kombination, die Entzündungen hemme und die Darmgesundheit fördere.
Workout um 2 Uhr nachts, Schlaf ab 5 Uhr morgens
Noch radikaler als Khans Ernährung ist sein Schlafrhythmus. „Ich gehe um fünf Uhr morgens ins Bett. Wenn Mark Wahlberg aufsteht, lege ich mich schlafen“, verriet er dem Guardian. Nach einem Dreh komme er oft erst um 2 Uhr nachts nach Hause, dusche, absolviere ein halbstündiges Training – und lege sich dann hin. Um neun oder zehn Uhr stehe er bereits wieder auf. Effektive Schlafdauer: vier bis fünf Stunden.
Seine heutige Topform führt Khan auf die Corona-Pandemie zurück. „Mit 55 habe ich eine Art Sabbatical eingelegt. Während der Pandemie gab es nichts zu tun, und ich sagte allen: Lernt italienisch kochen und trainiert. Ich habe trainiert. Ich habe mir einen Körper aufgebaut.“ Mit diesem durchtrainierten Körper kehrte er 2023 in den Action-Blockbustern „Pathaan“ und „Jawan“ auf die Leinwand zurück – beide Filme spielten weltweit über eine Milliarde Rupien ein.
Der herzzerreißende Antrieb
Hinter der eisernen Disziplin steckt eine persönliche Tragödie. Bei einem Event in Dubai sprach Khan offen über den frühen Tod seiner Eltern. Das habe sein Leben für immer verändert: Er dachte, sie seien Sterne am Himmel geworden und könnten ihn nicht mehr sehen. Diese Vorstellung treibe ihn bis heute an – während er nach oben blicke, arbeite er auf der Erde umso verbissener weiter.
„Mein lebensverändernder Moment, Farah, war das Versterben meiner Eltern in sehr jungen Jahren. Ich dachte, sie seien Sterne am Himmel geworden, und sie würden mich nicht mehr sehen.“
Trotz der extremen Routine zuhause zeigt sich der Superstar sozial flexibel. Bei Einladungen von Freunden oder auf Reisen isst er alles, was ihm angeboten wird – von Biryani über Paratha bis hin zu Ghee und Lassi. Disziplin und Abwechslung schließen sich für Khan nicht aus – solange er die Kontrolle behält.
Der Mann, der von seinem Balkon in Mumbai aus Tausenden Fans zuwinkt, bezeichnet sich selbst als einfachen Menschen aus unteren Mittelschicht-Verhältnissen. Seine asketische Essroutine und der unerbittliche Tagesablauf sind Ausdruck dieses Selbstbildes – und vielleicht auch ein Versuch, die Sterne am Himmel stolz zu machen.





