19 Jahre nach dem Badewannen-Foto: Messi und Yamal im WM-Finale – „Ein Wunder des Schicksals“
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Schicksalsspiel

19 Jahre nach dem Badewannen-Foto: Messi und Yamal im WM-Finale – „Ein Wunder des Schicksals“

2007 planschte ein Baby mit Lionel Messi in Barcelona. 2026 trifft dieses Baby, Lamine Yamal, im WM-Endspiel auf sein Idol. Wie ein Zufallsbild die Fußballwelt verzaubert.

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Es ist das Bild, das die Welt in diesen Tagen rührt: Ein lächelnder junger Lionel Messi hält ein winziges Baby in einer Plastikbadewanne. Das Baby wurde geboren, um Geschichte zu schreiben – als Lamine Yamal, jetzt 19, Stürmerstar der spanischen Nationalmannschaft. Am 19. Juli 2026 stehen sich die beiden im WM-Finale im MetLife Stadium in New Jersey gegenüber – ein Aufeinandertreffen, das wie eine märchenhafte Fügung wirkt.

Für den 39-jährigen Messi ist es das letzte große Hurra seiner Karriere, die Krönung der Titelverteidigung. Für den Teenager Yamal hingegen der erste Auftritt auf der allergrößten Bühne – ausgerechnet gegen den Mann, der ihn einst als Baby in den Armen hielt. Das Foto von damals, mehr als 17 Jahre lang unbeachtet, ist zur zentralen Metapher dieses Finals geworden.

Die Entstehung eines magischen Fotos

Dezember 2007, Camp Nou, Barcelona. Der Fotograf Joan Monfort hatte eine skurrile Idee: Für einen UNICEF-Wohltätigkeitskalender setzte er den damals 20-jährigen Messi mit einem Säugling in einer mit Wasser gefüllten Plastikwanne in Szene. Ziel war, in der Weihnachtszeit auf soziale Probleme von Kindern aufmerksam zu machen. Die Babys wurden per Losverfahren zugeteilt – die Eltern von Lamine Yamal, Sheila Ebana und Mounir Nasraoui, gewannen ohne jede fußballerische Verbindung.

Monfort erinnerte sich später, wie unsicher der introvertierte Argentinier war. „Er kam aus der Kabine und wusste nicht, wie er das Baby halten sollte“, berichtete er der BBC. Erst als Yamals Mutter mithalf und mit in die Wanne stieg, löste sich die Spannung. So entstanden die Bilder eines lächelnden Messi mit dem Baby zwischen Seifenblasen – ohne dass jemand ahnte, welche Geschichte sie eines Tages erzählen würden.

Ziel war es, auf eine Reihe sozialer Probleme aufmerksam zu machen, mit denen Kinder und ihre Familien konfrontiert sind.
Joan Monfort, Fotograf

Die Aufnahmen verschwanden in den Archiven. Bis Yamals Vater Mounir Nasraoui im Sommer 2024, mitten in Spaniens EM-Triumphzug, eines der Fotos auf Instagram veröffentlichte und kommentierte: „Der Beginn zweier Legenden“. Die Bilder verbreiteten sich viral, doch die wahre Explosion kam erst zwei Jahre später.

Vom Internet-Phänomen zur globalen Sensation

Als Argentinien und Spanien im Juli 2026 das Halbfinale gewannen und damit das direkte Duell im Finale feststand, nahm die Geschichte Fahrt auf. Monfort, der lange nicht wusste, wer das Baby war, erfuhr durch einen Anruf eines Freundes von der Identität. Die Medien weltweit griffen den „Full-Circle-Moment“ auf. Monfort sagte der BBC: „Es ist ein wahres Wunder des Schicksals. Ich habe früher nicht an Schicksal geglaubt, aber jetzt tue ich es. Wenn man das in einem Film schreiben würde, es würde nicht möglich erscheinen.“

Auch Spaniens Nationaltrainer Luis de la Fuente zeigte sich ergriffen: „Vielleicht hat Messi viele Babys auf den Arm genommen, vielleicht ist es Zufall, aber für diejenigen von uns, die Glauben haben, ist Zufall das Pseudonym Gottes, wenn er nicht mit seinem Namen unterschreiben will. In meinen Augen hat das etwas Mystisches, Spirituelles.“

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Zwei Leben, ein Verein, eine Nummer

Die Parallelen nähren den Mythos: Beide durchliefen die Jugendakademie La Masia des FC Barcelona. Beide trugen dort zunächst die Nummer 19 und wechselten dann zur legendären 10. Messi wurde zur lebenden Vereinslegende, Yamal gilt als sein designierter Erbe. Nun, da der eine am Ende, der andere am Anfang seiner Weltkarriere steht, bekommt das Foto eine fast prophetische Kraft.

Für Fans und Experten ist das Duell mehr als ein Spiel – es ist die symbolische Stabübergabe, ein Zwiegespräch der Generationen, eingefroren in einem Bild, das 2007 noch bedeutungslos schien. Die Spannung zwischen messianischer Verehrung und sportlicher Rivalität macht den 19. Juli zum emotionalen Höhepunkt des Turniers.

Das Finale als Höhepunkt einer märchenhaften Geschichte

Doch auf dem Rasen zählen nur Tore. Messi will mit Argentinien den Titel von 2022 verteidigen und seine sammlerische Karriere krönen. Yamal träumt vom ersten eigenen Stern auf dem Trikot. Das AP-Drama ist perfekt: Der Fotograf, der einst die Wanne füllte, wird auf der Tribüne sitzen – und ahnen, dass seine Arbeit Teil einer Geschichte wurde, die niemand erfinden könnte.

Ob Zufall oder göttliche Fügung – das Bild hat die Fußballwelt vereint wie selten zuvor. Die Antwort auf die Frage, wer die bessere Geschichte schreibt, gibt es erst nach 90 Minuten. Oder mehr.

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