„Keine Alternative, sondern eine Schande für Deutschland“ – Goretzka rechnet mit der AfD ab
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AfD-Kritik

„Keine Alternative, sondern eine Schande für Deutschland“ – Goretzka rechnet mit der AfD ab

Leon Goretzka ließ im WELT-AM-SONNTAG-Interview kein gutes Haar an der AfD und ruft seine Profikollegen zu mehr Haltung auf. Hasskommentare bestärken ihn nur noch.

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Klare Kante gegen rechts

Leon Goretzka findet deutliche Worte. „Für mich ist es keine Alternative, sondern eine Schande für Deutschland“, sagte der damalige Bayern-Profi und Nationalspieler im Interview mit der WELT AM SONNTAG vom 20. Dezember 2020. Die rechtspopulistische Partei hält er für „unwählbar“ – die Corona-Pandemie habe deren wahres Gesicht endgültig offenbart.

Speziell durch die Corona-Krise wurde noch offensichtlicher, welche Partei das ist: Für mich ist es keine Alternative, sondern eine Schande für Deutschland.
Leon Goretzka (Fußball-Nationalspieler & FC-Bayern-Profi)

Dass er sich mit dieser Haltung Feinde macht, nimmt Goretzka in Kauf. „Ja, wurde ich. Das habe ich auch zum Teil öffentlich gemacht, um den Menschen zu zeigen: Stopp, hier gibt es Contra“, berichtete er von Anfeindungen durch AfD-Anhänger. Einschüchtern lassen will er sich davon aber nicht.

Hass als Antrieb

Ja, wurde ich. Das habe ich auch zum Teil öffentlich gemacht, um den Menschen zu zeigen: Stopp, hier gibt es Contra. (…) Hasskommentare bringen mich eher dazu, mich noch klarer zu positionieren.
Leon Goretzka (Fußball-Nationalspieler & FC-Bayern-Profi)

Im Gegenteil: Der Hass stachelt ihn nur noch mehr an. „Hasskommentare bringen mich eher dazu, mich noch klarer zu positionieren.“ Dabei überwog jedoch die positive Resonanz: „Es gab vor allem viel mehr Zuspruch. Gegen diese Widerstände muss man ankämpfen, um etwas zu verbessern. Wir müssen den Leuten klar vor Augen führen, dass wir in einer Demokratie leben, die durch nichts und niemanden kaputt gemacht werden kann.“

Vorbild statt Schweigen

Goretzka fordert andere Profifußballer auf, ihre Reichweite zu nutzen. „Ich will ganz klar andere dazu bringen, Dinge zu hinterfragen“, sagte er. Vor allem im Kampf gegen Rassismus und für demokratische Werte sieht er den Sport in der Pflicht. Seine klare Haltung teilt er mit anderen Prominenten: Auch Comedienne Gaby Köster fand deutliche Worte für die Rechtsaußenpartei.

Taten statt nur Worte

Das Jahr 2020 zeigte, dass Goretzka Engagement ernst meint. Gemeinsam mit Joshua Kimmich gründete er im ersten Lockdown die Initiative „We Kick Corona“, die über fünf Millionen Euro Spenden sammelte. Zuvor hatte er das ehemalige Konzentrationslager Dachau besichtigt. Besonders bewegend war sein Treffen mit der 99-jährigen Holocaust-Überlebenden Margot Friedländer in Berlin.

Trotz all des Leids, das sie erfahren hat, ist sie so ein positiver Mensch geblieben. Sie sagt, dass sie Menschen liebt. (…) Sie hatte sogar ihren Judenstern mitgebracht. Das sind Momente, da erstarrst du förmlich.
Leon Goretzka (Fußball-Nationalspieler & FC-Bayern-Profi)

Friedländer habe ihm mitgegeben, „dass wir diejenigen sein müssen, die dafür Sorge tragen, damit so etwas nie wieder vorkommt.“ Für Goretzka ist klar: Schweigen ist keine Option.

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