Mehr als ein halbes Jahr nach dem verheerenden Stromausfall in Berlin hat die US-Regierung den Fall zur internationalen Chefsache erklärt. Am 16. Juli 2026 eröffnete Außenminister Marco Rubio eine Konferenz mit Vertretern aus 66 Ländern im State Department – mit Gesagtem, das die deutsche Sicherheitsdebatte erschüttern könnte.
„Sie sind heute hier, weil die Lichter diesen Winter fünf Tage lang in Berlin ausgingen – der längste Stromausfall der Stadt seit dem Zweiten Weltkrieg.“
Rubio verurteilte den Anschlag als Beispiel für die Wiederbelebung linksextremen Terrors und kritisierte, dass solche Gewaltakte oft verharmlost würden. ‚Viele Menschen in Machtpositionen haben Gewaltakte und sogar Terrorismus als legitime politische Meinungsäußerung abgetan, solange sie einer linken Sache dienten‘, sagte er laut AP. Er kündigte an, solche Netzwerke ‚Stein für Stein zu zerlegen‘ und das nächste Treffen mit Partnern in Deutschland abzuhalten.
Der Anschlag: 100.000 Berliner ohne Strom, Heizung und Licht
Am 3. Januar 2026 gegen 6:00 Uhr morgens legten Unbekannte Feuer an eine Kabelbrücke über den Teltowkanal in Berlin-Lichterfelde. Fünf 110-kV-Hochspannungskabel und zehn 10-kV-Mittelspannungskabel wurden zerstört. Die Leitungen versorgten den gesamten Südwesten Berlins – rund 100.000 Menschen und mehr als 2.200 Betriebe standen im Winter bei Minusgraden ohne Strom, Heizung und Warmwasser da. Krankenhäuser liefen im Notstrombetrieb, Schulen und Kitas mussten schließen, der Mobilfunk brach zusammen.
Erst nach fünf Tagen, am 7. Januar, war die Versorgung wiederhergestellt – der längste Blackout Berlins seit dem Zweiten Weltkrieg. Die Innenverwaltung rief den außergewöhnlichen Schadensereignis-Fall aus und beantragte Bundeswehrhilfe. Die linksextreme ‚Vulkangruppe‘ bekannte sich in einem 2.500-Wörter-Schreiben zu der Tat und erklärte, der herrschenden Klasse den Saft abdrehen zu wollen. Die Polizei stufte das Schreiben als glaubwürdig ein; eine spätere, angebliche Gründer-Erklärung distanzierte sich jedoch von der Aktion.
Ermittlungen stocken: Bundesanwaltschaft ermittelt, Belohnung ohne Erfolg
Die Bundesanwaltschaft übernahm den Fall, das BKA setzte eine Belohnung von bis zu einer Million Euro aus. Trotz dieser Maßnahmen wurde bis heute kein einziger Tatverdächtiger gefasst. Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner nannte die Tat öffentlich Terrorismus und forderte eine entschlossene Zerschlagung der Netzwerke. Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey (SPD) verwies auf die ungeklärte Frage, ob ‚mehr dahintersteckt‘ als nur linksextremer Aktionismus.
„Das sind keine dummen Jungenstreiche, sondern professionelle Kriminelle, die diese Stromnetze angegriffen haben. Das ist nicht nur Brandstiftung oder Sabotage. Das ist bereits Terrorismus.“
Die Vulkangruppe gilt seit Jahren als schwer fassbares Netzwerk. Seit 2011 werden Brandanschläge auf Bahn- und Strominfrastruktur mit ihr in Verbindung gebracht, darunter ein Anschlag auf einen Hochspannungsmast der Tesla-Gigafactory 2024. Der Berliner Verfassungsschutz ordnet sie dem gewaltorientierten anarchistischen Spektrum zu. Sicherheitsbehörden gehen inzwischen von einem losen Etikett statt einer festen Organisation aus.
Rubios Konferenz: „Feinde der Zivilisation“ und globale Maßnahmen
Vor den 66 Delegationen bezeichnete Rubio die Täter als „Feinde der Zivilisation“ und versprach, ihre Netzwerke „Stein für Stein“ zu zerlegen. Das US-Außenministerium verhängte noch am selben Tag Visa-Restriktionen gegen Mitglieder linksextremer Gruppen und deren Unterstützer. Gleichzeitig kündigte Rubio an, das nächste Treffen der Anti-Terror-Initiative werde „mit Partnern in Deutschland“ stattfinden – ein klarer Wink an Berlin, wie die Junge Freiheit berichtete.
Trumps Vize-Stabschef Stephen Miller legte nach und erklärte pauschal: „Der Linke ist grundsätzlich motiviert durch Neid, Hass und Eifersucht.“ Appelle an Bürgerrechte sollten bei der Verfolgung solcher Gruppen „auf taube Ohren stoßen“. Finanzminister Scott Bessent kündigte an, die Finanzströme mutmaßlicher linker Gruppen durch OFAC, FinCEN und die IRS-Kriminalabteilung zu verfolgen, betonte aber als einziger Redner ausdrücklich die verfassungsmäßigen Rechte auf Meinungsfreiheit.
Kritik und offene Fragen
Elf demokratische Abgeordnete des US-Kongresses warnten in einem Brief an Rubio, der Fokus auf linke Gruppen könne legitime Proteste kriminalisieren. Frühere Anti-Terror-Beamte gaben zu bedenken, dass linksextreme Gewalt – auch wenn sie 2025 nach CSIS-Daten erstmals seit 30 Jahren zahlenmäßig die rechtsextreme überholt habe – weder in den USA noch international das Bedrohungsniveau von dschihadistischem oder rechtem Terror erreiche.
Für Deutschland bleibt die brennende Frage, ob der internationale Druck die stockenden Ermittlungen neu befeuert. Bisher stehen die Behörden ohne Festnahmen da. Rubios Ankündigung, die nächste Konferenz in Deutschland abzuhalten, erhöht den Erwartungsdruck – doch ob die Täter des Berliner Blackouts bald zur Rechenschaft gezogen werden, ist ungewisser denn je.





