Blockier-Hochsaison im Sommer
Alina Merkau, 40, Moderatorin des SAT.1 Frühstücksfernsehens, erlebt eine wahre Flut von anzüglichen Nachrichten männlicher Zuschauer. Auf Instagram spricht sie von einer regelrechten „Blockier-Hochsaison“ und einer „saisonalen Deppenzeit“ – und geht einen ungewöhnlichen Schritt: Sie veröffentlicht Screenshots der Nachrichten inklusive der Profilfotos der Absender in ihrer Story.
Was genau die Männer ihr schreiben, reicht von plumper Anmache bis zu expliziten Anfragen. Einige fordern Bikini-Fotos, andere wollen Bilder ihrer Füße sehen. Merkau zeigt sich fassungslos über die Penetranz: Manche hätten ihr „30-, 40-, 50-mal“ geschrieben, ohne je eine Antwort zu erhalten. Im beigefügten Infokasten blendet sie die Profile ein und stellt die Frage: „Was denken diese Männer, was daraus resultiert?“
Anzügliche Forderungen und hartnäckige Fans
Die Moderatorin, zweifache Mutter und Ehefrau von Rael Hoffmann, betont, dass sie gerne Einblicke in ihr Leben gebe – aber bei fehlendem Respekt sei sofort Schluss. Das brauchen wir Frauen gar nicht, stellt sie unmissverständlich klar. Wer solche Nachrichten schicke, fliege kommentarlos aus ihrer Community.
Der Zeitpunkt ist kein Zufall: Offenbar häufen sich die Übergriffe in den Sommermonaten, wenn Merkau häufiger auf Ibiza lebt und von dort postet. Die Familie testet regelmäßig ein Auswandern auf die Baleareninsel, was sie in ihrem Podcast „Out of Office“ thematisiert. Diese scheinbare Nähe lockt offenbar Trittbrettfahrer an, die private Grenzen überschreiten.
Trotz Pranger: Die nächste Nachricht folgt sofort
Kaum hatte Merkau ihre Kritik in der Instagram-Story veröffentlicht, traf bereits die nächste anzügliche Nachricht ein – von einem Nutzer, der ihren Appell offenbar völlig ignorierte. Die Moderatorin dokumentierte auch diesen Vorfall und bewies damit, wie wenig manche Absender sich von öffentlicher Bloßstellung beeindrucken lassen.
Ähnliche Erfahrungen machen derzeit viele Prominente. Erst vor wenigen Wochen sorgte Nadja dafür, dass Hasskommentare nach dem Beziehungs-Aus bei den „Bachelors“ konsequent blockiert, gemeldet und angezeigt wurden. Auch Bundeskanzler Friedrich Merz beklagte massive Anfeindungen im Netz, wie er sie in dieser Härte noch nie erlebt habe. Die Spirale aus digitaler Enthemmung und fehlender Empathie trifft Frauen wie Merkau jedoch besonders häufig und in sexualisierter Form.
Kein Ende in Sicht?
Dass selbst das An-den-Pranger-Stellen nicht abschreckt, wirft die Frage auf, wie sich Moderatorinnen wie Alina Merkau künftig schützen können. Rechtliche Schritte wie bei Danni Büchner, die Strafanzeige gegen Hater stellte, sind aufwändig und abschreckend kaum wirksam. Merkau setzt deshalb weiter auf konsequentes Blockieren – und auf die Hoffnung, dass ihre deutliche Ansage zumindest einige Fans zum Nachdenken bringt.
Die nächste Nachricht kann trotzdem jeden Moment eintreffen.





