Es gibt kaum eine Frage, die Charlotte Engelhardt häufiger gestellt wird: „Und, hast du jetzt einen Partner?“ Die 48-Jährige hat genug davon. Im Interview mit t-online stellt sie klar: „Ich möchte bitte kein Mitleid.“ Denn die Moderatorin ist nicht etwa einsam – sie genießt ihr Single-Leben in vollen Zügen.
Seit rund sechs Jahren ist Engelhardt von Rapper Sido geschieden. Doch während andere in ihrem Alter vielleicht Torschlusspanik verspüren, sieht sie das ganz anders. „Ich werde so oft gefragt: 'Und, hast du jetzt einen Partner?', 'Warum dauert das denn bei dir so lange?' Dabei ist für mich alles wunderbar. Wenn ich einen Partner haben möchte, dann finde ich schon einen“, sagt sie selbstbewusst.
„Für mich gibt es nichts Schöneres, als zu realisieren: Ich bin super gerne allein.“
Allein, aber nicht einsam
Engelhardt differenziert deutlich: „Es ist ein riesiger Unterschied, ob man allein oder einsam ist.“ Sie vertraut auf ihre Erfahrung und kann Menschen heute besser einschätzen als früher. Während sie in jungen Jahren oft dachte, ein Mann könne sich noch entwickeln, lautet ihre Devise inzwischen: „Das wird nichts. Der nächste bitte.“
Patchwork 5.0: Sidos Ex-Freundin wohnt bei ihr
Besonders bemerkenswert ist das Familienmodell, das Engelhardt und ihr Ex-Mann pflegen. Sidos ehemalige Freundin Georgina Stumpf lebt mit der gemeinsamen Tochter in Engelhardts Haus. Für den anstehenden Sommerurlaub ist ein großer Familien-Trip geplant: Engelhardt, Sido, die gemeinsamen Söhne, Georgina Stumpf und deren Tochter. „Da spielen wir ein bisschen 'Ex on the Beach' und 'Prominent getrennt' nach und leben so unsere Reality-Formate“, scherzt die 48-Jährige. Selbst spricht sie von „Patchwork 5.0“, um „ein bisschen Luft noch dazwischen zu haben für alles, was sich noch ändern könnte“.
„Als Ehepaar waren wir nicht sonderlich gut. Wir waren ein schlechtes Team. Aber als Ex-Paar sind wir unschlagbar.“
Dass die Ehe scheiterte, bedauert sie nicht. Auf die Frage, ob der Umgang mit Sido viel Geduld erfordere, antwortet sie knapp: „Ich habe keine Geduld mehr mit ihm. Die Messe ist ja gelesen.“
Weg vom Image der Sido-Ex
Charlotte Engelhardt will nicht länger nur als die Ex-Frau des Rappers wahrgenommen werden. Deshalb tritt sie seit Kurzem wieder unter ihrem Mädchennamen auf – nach der Scheidung hatte sie den Nachnamen Würdig geführt. „Ich möchte nicht mehr als Sido-Ex gelten“, stellt sie klar. Dass sie trotz eigener Karriere oft darauf reduziert wird, stört sie. Bereits im April kündigte sie im „Berliner Kurier“ die Namensänderung an.
In einem früheren Gespräch mit jux.net machte sie zudem deutlich, was für sie in einer Beziehung gar nicht geht: Fehlende Selbstreflexion sei die größte Red Flag. Dass sie heute als Single glücklicher ist, überrascht sie selbst kaum.
Das ungewöhnliche Patchwork-Gefüge wird bald im Familienurlaub auf die Probe gestellt. Ob das Modell hält, wenn alle unter einem Dach sind, bleibt eine offene Frage – doch Engelhardt scheint fest entschlossen, ihr Leben nach eigenen Regeln zu führen.





