Rea Garvey friert für 'Halo': ZDF-Doku zeigt extremes Neuarrangement
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Pop im Eis

Rea Garvey friert für 'Halo': ZDF-Doku zeigt extremes Neuarrangement

Die zweite 'Song Trip'-Staffel führt Popstars an ihre Grenzen. Rea Garvey stellt seinen Hit 'Halo' in uraltem Joik-Gewand vor – bei Minusgraden und mit einer Sami-Sängerin.

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Minusgrade, Schneewehen und ein Popstar, der seine Hit-Single neu erfindet: In der zweiten Staffel der ZDF-Dokureihe „Song Trip“ wagen sich vier deutsche Musikgrößen an entlegene Orte der Welt. Den Anfang macht Rea Garvey, der im hohen Norden Finnlands und Norwegens die Seele der Sami-Musik erkundet.

Eiseskälte und Joik-Klänge

Für seine Episode reist Garvey ins Sápmi, das Siedlungsgebiet der indigenen Sami. Dort trifft er auf die Joik-Sängerin Hildá Länsman. Gemeinsam entwickeln sie eine Neuinterpretation seines Erfolgssongs „Halo“. Die Aufnahmen finden unter extremen Bedingungen statt – auf einem schneebedeckten Höhenzug im nordfinnischen Sami-Land. Später kommen alle vier Staffel-Stars zu einer Watch-Party zusammen, schauen sich gegenseitig die Reisedokus an und tauschen sich aus.

Sie habe 'die Sami ins richtige Licht gestellt. Es ging nicht darum, mich besser kennenzulernen, sondern das Sami-Volk kennenzulernen.'
Rea Garvey

Garvey selbst ist begeistert von der Erfahrung. „Ich bin jemand, der sich gerne einmischt, der gern mit den Menschen in Kontakt kommt“, sagt der 53-Jährige. Er betont die verbindende Kraft der Musik: „Wir sind Gefühlswesen, und es gibt nichts Besseres als Musik, um Gefühle freizulegen und größer zu machen.“

Weitere Reisen – von Vietnam bis Nashville

Neben Garvey sind in der zweiten Staffel auch Nico Santos in Vietnam, Yvonne Catterfeld auf den Kap Verden und Peter Maffay in Nashville unterwegs. Santos bringt etwa mit Volkskünstlerin Hoàng Thị Bích Hồng eine neue Version seines Songs „Play with Fire“ auf die Bühne. Die Staffel startet am 29. Juni 2026 im ZDF-Streaming-Portal, die lineare Ausstrahlung beginnt am 17. Juli um 23:30 Uhr. Garveys Folge läuft am 24. Juli zur gleichen Sendezeit.

Der gebürtige Ire lebt seit 25 Jahren in Deutschland und fühlt sich hier zu Hause, betont aber: „Ich sehe mich trotzdem als Gast und verhalte mich so.“ Er lernte die Sprache, um Türen zu öffnen. Mit seiner Frau Josephine ist er seit über einem Vierteljahrhundert liiert. Geld habe in seiner Familie nie eine große Rolle gespielt.

Am Ende seiner Reise im hohen Norden steht eine Erkenntnis, die über das Musikalische hinausgeht: Die Sami-Kultur sei viel mehr als nur Folklore – sie ist eine lebendige Tradition, die in der Begegnung mit modernem Pop eindrucksvoll aufblüht.

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