Glamour im Salle des Étoiles
Es ist die gesellschaftliche Sommer-Dernière am Mittelmeer: Am Samstagabend feierte Monaco den 77. Rot-Kreuz-Ball. Fürst Albert II. und Fürstin Charlène empfingen im Salle des Étoiles des Sporting Monte-Carlo Hunderte Gäste. Charlène erschien in einer maßgeschneiderten goldenen Robe von Elie Saab, kombiniert mit Diamantohrringen von Ole Lynggaard. Camille Gottlieb, Tochter von Prinzessin Stéphanie und Leiterin der Jugendabteilung des Roten Kreuzes, trug ein butterfarbenes Kleid von Elisabetta Franchi und Panther-Schmuck von Cartier.
Das Programm bot mehrere Premieren: Erstmals wurden die Gäste mit einem immersiven 360-Grad-Erlebnis in der Lobby empfangen. Das von Marcel Ravin und Thierry Saez-Manzanares kreierte Dinner endete mit einem Dessert von Cédric Grolet. Höhepunkt war die Premiere von 'SOUL! Where Legends Come Back', einer Show zur afroamerikanischen Musikgeschichte. Der belgische Künstler Johan Creten spendete zudem sein Werk 'Éloge de l'Espoir'. Nach dem Dinner zogen die Gäste ins Jimmy'z, während ein Feuerwerk über dem Meer den Himmel erleuchtete.
Seit 2008 kein Ball für Ernst August
Nur einer fehlte – wie schon in den vergangenen 17 Jahren: Prinz Ernst August von Hannover. Am 2. August 2008 erschien er zuletzt an der Seite von Caroline beim Rot-Kreuz-Ball. Damals saßen auch Albert, die damalige Charlene Wittstock und Stéphanie am Tisch. Es war sein letzter Besuch der Gala.
Nur elf Monate später, am 27. Juni 2009, zeigten sich Caroline und Ernst August zum letzten Mal gemeinsam in der Öffentlichkeit – beim Internationalen Reitturnier im Port Hercule. Seither: kein gemeinsamer Auftritt mehr. Zu den Gründen schweigt das Paar konsequent. Die Hochzeit hatte 1999 stattgefunden, Tochter Alexandra kam im selben Jahr zur Welt.
Charlènes peinlicher Anfang – und ein mutiger Schritt
Für Charlène war die Gala nicht immer glamourös. 2006 debütierte sie an Alberts Seite – in geliehenem Kleid und selbst gestylten Haaren. Später erinnerte sie sich: „Mein erster Rot-Kreuz-Ball war eine Feuertaufe. Am Tag des Balls hatte ich den ganzen Tag Volleyball am Strand gespielt und dachte erst am Nachmittag ans Styling. Ich lieh mir ein grünes Kleid von einer Freundin, machte mir die Haare selbst und lackierte meine Nägel rot – ich sah aus wie ein Weihnachtsbaum."
Seit 1957 ist der Salle des Étoiles der feste Ort des Balls, den Fürst Louis II. 1948 begründete. Legenden wie Ella Fitzgerald und Frank Sinatra traten hier auf. Heute setzt Fürst Albert die Tradition mit neuen Akzenten fort.
Eine Frage ohne Antwort
Warum Ernst August seit fast zwei Jahrzehnten fernbleibt, bleibt das große Rätsel jeder Gala. Während Albert und Charlène die wohltätige Tradition mit neuen Ideen beleben, ist die Distanz zwischen Caroline und ihrem Mann das stumme Thema des Abends. Ein Versöhnungszeichen? Fehlanzeige.





