16.176 Scans und 73 Mio. Aufrufe: Anne Wünsches Erotik-Plakate im Ex-Dorf werden PR-Coup
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Plakat-Rache

16.176 Scans und 73 Mio. Aufrufe: Anne Wünsches Erotik-Plakate im Ex-Dorf werden PR-Coup

Mit nur 2000 Euro investierte Anne Wünsche in Plakate im brandenburgischen Dorf ihres Ex-Partners. Der QR-Code darauf wurde über 16.000-mal gescannt, die OnlyFans-Anmeldungen stiegen um das Siebenfache. Ex Henning Merten spricht von psychischer Folter und schaltete das Jugendamt ein.

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Provokation mit System

Drei bis vier Großflächenplakate, ein grinsendes Gesicht auf pinkem Grund und ein QR-Code – mehr brauchte Anne Wünsche nicht, um aus einem tiefen persönlichen Konflikt maximale Reichweite zu schlagen. Die 34-jährige Influencerin und OnlyFans-Unternehmerin hatte die Werbeflächen Mitte Juli 2026 im brandenburgischen Wohnort ihres Ex-Partners Henning Merten aufhängen lassen. Wer den Code scannte, landete direkt auf einer Seite, die zu ihrem OnlyFans-Profil und weiteren Produkten wie dem „Anti-Idioten-Wein“ führte. Die Aktion kostete nur rund 2000 Euro.

Die nackten Zahlen: 16.000 Scans, 73 Millionen Aufrufe, siebenfach mehr Neuanmeldungen

Wie eine Promiflash vorliegende Bilanz belegt, wurde der QR-Code 16.176 Mal gescannt – und zwar von 15.344 unterschiedlichen Personen. Auf Instagram erreichte Wünsche innerhalb von 30 Tagen 73,1 Millionen Aufrufe, das Zwei- bis Dreifache ihrer sonstigen Monatsreichweite. Die täglichen Neuanmeldungen auf OnlyFans vervielfachten sich von etwa 100 auf rund 700.

Instagram
2.000 Euro für über 15.000 neue Kontakte und Millionen Aufrufe – das schafft keine klassische Werbekampagne
Anne Wünsche

Sabotierte Plakate als Turbo

Nur einen Tag nach dem Aushang griffen Unbekannte zu schwarzer Farbe: Auf den Motiven prangten plötzlich Teufelshörner und der Schriftzug „Bitch“, ein anderes Plakat zeigte die Beleidigung „OnlyFans Hoe“. Die Urheber sind unbekannt; Wünsche selbst reagierte alles andere als verärgert.

Die Leute, die meine Plakate beschmiert haben, waren am Ende meine besten Werbepartner. Und das Geld, das ich in die Plakate investiert habe, habe ich längst wieder reingeholt
Anne Wünsche

Gegenüber Schlagerplanet ergänzte sie: „Ich habe auch nichts anderes erwartet. Und ich finde das eigentlich ziemlich cool. … Da denke ich mir: Ey, geil! Das bringt einfach noch mehr Aufmerksamkeit.“

Sorgerechtskrieg um Juna

Hinter der provokativen Kampagne tobt ein jahrelanger Sorgerechtsstreit. Anne Wünsche und Henning Merten waren von 2011 bis 2019 liiert; ihre gemeinsame Tochter Juna ist heute zehn Jahre alt. Im Frühjahr 2026 wanderte die Influencerin mit ihrer ältesten Tochter Miley nach Mallorca aus. Juna sollte mitkommen, doch Merten blockierte die Auswanderung vor Gericht. Seitdem lebt das Mädchen überwiegend beim Vater in Brandenburg. Wünsche wirft Merten vor, sich früher kaum um Juna gekümmert zu haben, um sie nun als ungeeignete Mutter darzustellen.

Merten nennt Aktion „psychische Folter“ und alarmiert Jugendamt

Henning Merten selbst war zum Zeitpunkt der Plakatierung mit Juna auf Mallorca im Urlaub und hat die Plakate nicht gesehen. Dennoch zeigte er sich tief getroffen und schaltete das Jugendamt ein. In einem Statement gegenüber RTL erklärte er, die Aktion sei für seine Tochter eine unzumutbare Belastung.

Ich habe davon gehört und finde es dennoch krank und psychische Folter für meine Tochter, dass Eltern, Mitschüler und alle, die hier in ihrem Umfeld leben und wohnen, nun wissen müssen, anhand eines QR-Codes, wie ihre Mutter zum Beispiel auch nackt aussieht und was sie beruflich macht
Henning Merten

Anne Wünsche konterte auf Instagram scharf. Sie warf Merten vor, abgesagte Kinderwochenenden, ausbleibenden Unterhalt und die Priorisierung seiner neuen Freundin seien die eigentliche psychische Folter für Juna. Zudem betonte sie: „Meine Tochter ist hier, die bekommt von der Plakataktion gar nichts mit. Man kann solche Sachen auch einfach mal mit ein bisschen Humor sehen.“

Nächster Schritt: Berlin plakatieren?

Für die 34-Jährige ist die Aktion damit noch lange nicht beendet. Sie erwägt eine deutliche Ausweitung: „Mit den Plakaten in dem Dörfchen habe ich maximale Sichtbarkeit erreicht. Jetzt überlege ich, ob ich nicht als Nächstes ganz Berlin plakatiere“, ließ sie verlauten.

Es ist so bekloppt, dass es lustig ist. Das ist mein Humor – leg dich nicht mit Anne Wünsche an
Anne Wünsche

Ob der nächste Coup den Konflikt mit dem Ex-Partner weiter anheizt oder neue rechtliche Schritte provoziert, bleibt offen.

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