„Ich dachte, ich werde nie wieder glücklich“ – Miriam Höller 10 Jahre nach Absturz
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Schicksalsjahr 2016

„Ich dachte, ich werde nie wieder glücklich“ – Miriam Höller 10 Jahre nach Absturz

Zehn Jahre nachdem sie ihre Gesundheit, Karriere und ihren Partner verlor, meldet sich Miriam Höller mit einer kämpferischen Botschaft an alle, die gerade selbst in einer tiefen Krise stecken.

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„Kämpfe! Geh da raus, beweg dich“

In nur sechs Wochen verlor Miriam Höller 2016 scheinbar alles: Ihre Karriere als Stuntfrau, ihren Lebenspartner und ihre finanzielle Grundlage. Jetzt, zehn Jahre später, veröffentlicht die ehemalige GNTM-Teilnehmerin ein emotionales Video auf Instagram – und richtet einen kämpferischen Appell an alle, die in einer Krise stecken.

„Schau viel öfter zurück, um zu sehen, was du alles schon geschafft hast“, sagt Höller in dem Clip vom Juli 2026. Genau das tue sie an diesem Tag – dem zehnten Jahrestag ihres schweren Unfalls.

Instagram · @miriamhoeller

Das Schicksalsjahr: Unfall, Tod und totale Pleite

Im Juli 2016 hing die damals 29-Jährige für ein Fotoshooting unter einem Helikopter. Sie stürzte ab, zertrümmerte beide Füße und landete im Rollstuhl. „Damals ist meine Säule der Gesundheit zusammengebrochen, aber auch meine Karriere als Stuntfrau“, erinnert sie sich. Nur sechs Wochen später, am 8. September 2016, starb ihr Lebenspartner, der Kunstflug-Pilot Hannes Arch (48), bei einem Hubschrauberabsturz.

Innerhalb von sechs Wochen habe ich meine Gesundheit verloren, meine berufliche Grundlage, mein Lebenspartner ist gestorben, ich musste aus dem Haus ausziehen und mein Geld war weg.
Miriam Höller

Weil das Paar nicht verheiratet war, verlor Höller nicht nur Arch, sondern auch das gemeinsam renovierte Bauernhaus in Österreich und ihre gesamten Ersparnisse. Sie zog zurück zu ihren Eltern nach Mülheim an der Ruhr – ins Kinderzimmer.

Monatelang im Bett: Der Kampf zurück ins Leben

Die Folgen waren verheerend. Höller versank in schweren Depressionen: „Ich habe monatelang im Bett gelegen, nicht mehr gewollt, mich selbst bemitleidet“, sagte sie später im Interview mit DOMRADIO. Die Frage, die sie quälte: „Wofür eigentlich jetzt noch weitermachen?“

Doch irgendwann traf sie eine Entscheidung: „Möchte ich mit 29 Jahren dieser Mensch bleiben, der das Haus nicht mehr verlässt? Oder sage ich: Ich mache mich jetzt, wie eine kleine Abenteurerin, auf den Weg und versuche die Schönheit des Lebens wiederzufinden.“ Sie wurde Keynote-Speakerin, Moderatorin und verarbeitete ihre Erfahrungen in dem Buch „Das Leben ist ungerecht – und das ist gut so“ (Econ Verlag, 2025).

Neues Glück und eine Botschaft an alle Zweifelnden

Heute lebt Höller wieder in einer Partnerschaft. Im Januar 2025 machten sie und TV-Koch Roland Trettl („First Dates“) ihre Beziehung öffentlich. Die Angst, sich wieder zu binden, sei groß gewesen – „aber auch da stelle ich mich wieder meiner Angst und lasse mich zu hundert Prozent auf die Beziehung ein“, sagte sie der „Bunten“.

Und deswegen mache ich das Video: Weil ich so lange gedacht habe, nie wieder glücklich zu sein.
Miriam Höller

Ihr Instagram-Video schließt sie mit einer klaren Aufforderung: „Kämpfe! Geh da raus, bewege dich und hol dir das, was du haben möchtest.“ Dabei geht es ihr nicht um Durchhalteparolen, sondern um einen konkreten inneren Prozess: „Schau dich um, schau dir deine Vergangenheit an, woher du kommst und was du alles schon geschafft hast. Und geh da raus, triff mutige Entscheidungen genau in dem Moment, wo du Angst verspürst, weil das genau die Momente sind, in denen du dir selbst beweisen kannst, dass du zu so viel mehr fähig bist und stärker bist als du eigentlich glaubst.“

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