Im The Christie NHS Foundation Trust in Manchester sprach Catherine, Princess of Wales, am 4. Juni 2026 erstmals öffentlich über die schweren kognitiven Nebenwirkungen ihrer Krebsbehandlung. Die 44-Jährige gestand Patienten: „Ich weiß nicht, wie es Ihnen ging, aber ich hatte nicht die Fähigkeit zu lesen oder mich wirklich auf irgendetwas zu konzentrieren." Dieser sogenannte „Chemo Brain" machte selbst einfache geistige Tätigkeiten zur Qual, wie mehrere Medien berichten.
Malbücher statt Lesen
Anstatt zu lesen, griff Kate während der Chemotherapie zu Malbüchern für Erwachsene. „[Das Ausmalen] war meine Art, interessante Dinge zu erkunden und etwas zu tun, das kein Endprodukt oder ein fertiges Werk erforderte", erklärte sie. Die einfache, fast meditative Beschäftigung half ihr, dem Druck zu entkommen, etwas leisten zu müssen.
„Es ist einfach eine Art zu spielen und sich selbst zu verlieren.“
Eine königliche Leidenschaft
Kates Vorliebe für Malbücher ist kein neues Phänomen. Bereits 2016 plauderte Prinz William bei der Verleihung des Order of the British Empire an die Illustratorin Johanna Basford aus, dass seine Frau gern in „Secret Garden" male, wie GB News berichtete. 2017 brachte der Kensington-Palast sogar ein Malbuch mit Kate-Motiven in den hauseigenen Shop. Die studierte Kunsthistorikerin hat die kreative Beschäftigung auch für ihre drei Kinder – George (12), Charlotte (11) und Louis (8) – als Teil einer gesunden Entwicklung gefördert, wie sie im Rahmen ihrer Initiative Shaping Us immer wieder betont.
Langer Weg zurück
Kates Krebserkrankung wurde im März 2024 öffentlich, nachdem sie sich im Januar einer geplanten Bauchoperation unterzogen hatte. In einer Videobotschaft teilte sie mit, dass bei postoperativen Tests Krebs entdeckt wurde und ihr Ärzteteam eine vorbeugende Chemotherapie empfahl. Die genaue Krebsart machte sie nie publik. Im September 2024 gab sie das Ende der Chemotherapie bekannt und beschrieb die neun Monate als „außerordentlich schwierig". Im Januar 2025 vermeldete sie, in Remission zu sein und ihre öffentlichen Aufgaben schrittweise wieder aufzunehmen.
Virales Video gibt Mut
Das Videomaterial von ihrem Besuch im Christie-Krankenhaus tauchte am 21. Juli 2026 überraschend auf Social-Media-Plattformen, vor allem X, auf und verbreitete sich rasend schnell. Kommentatoren loben die Offenheit der Princess of Wales, mit der sie über ihre Verletzlichkeit spricht. Krebsorganisationen hoffen, dass ihre Worte anderen Betroffenen die Scham vor kognitiven Einschränkungen nehmen.
Mit ihrem Besuch und den offenen Worten unterstreicht Kate ihr anhaltendes Engagement für die Krebshilfe – ein Bereich, dem sie sich seit ihrer eigenen Erkrankung noch intensiver widmet.





