CDU fällt auf 20,5 Prozent – AfD mit Rekordvorsprung von 8,5 Punkten
KI-Bild
INSA-Sonntagstrend

CDU fällt auf 20,5 Prozent – AfD mit Rekordvorsprung von 8,5 Punkten

Die Union erreicht in der neuesten Sonntagsfrage den tiefsten Wert seit 2021. Die AfD baut ihren Vorsprung auf die Union auf 8,5 Prozentpunkte aus – so hoch wie nie. Die schwarz-rote Koalition verliert weiter an Rückhalt.

Veröffentlicht
JUX auf Google folgen

Die Union von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) fällt im neuen INSA-Sonntagstrend auf 20,5 Prozent – den niedrigsten vom Institut gemessenen Wert seit November 2021. Die AfD klettert zeitgleich auf 29 Prozent und vergrößert ihren Vorsprung auf die Union auf 8,5 Prozentpunkte. Das ist ein Rekord in der Geschichte der INSA-Sonntagsfrage.

Die Erhebung für die „Bild“-Zeitung lief vom 17. bis 20. Juli und fiel damit in die hitzige Debatte um den zurückgetretenen Unionsfraktionschef Jens Spahn, der wegen einer Leihmutterschaft in den USA unter Druck stand. Spahn war am 18. Juli, mitten im Befragungszeitraum, zurückgetreten. Die Debatte überschattete die Umfrage und dürfte den Abwärtstrend der Union zusätzlich beschleunigt haben.

Vorsprung zu CDU/CSU nun bei 8,5 Prozentpunkten: Für die Union rückt die 20% Marke immer näher, während die Zustimmung zu Merz' Politik sinkt. Deutschland will die politische Wende – mit der AfD!
Alice Weidel (AfD-Bundesvorsitzende und Fraktionschefin)

Schwarz-Rot ohne Mehrheit

Die schwarz-rote Regierungskoalition aus CDU/CSU und SPD kommt gemeinsam nur noch auf 33,5 Prozent – fast 12 Prozentpunkte weniger als bei der Bundestagswahl im Februar 2025. Rechnerisch hätte lediglich ein Bündnis aus Union, SPD und Grünen mit zusammen 47 Prozent eine Mehrheit. Eine Koalition mit der AfD, die zusammen auf 49,5 Prozent käme, lehnt die Union kategorisch ab.

Im Detail verzeichnet die SPD einen leichten Zuwachs auf 13 Prozent (+0,5) und zieht mit den Grünen gleich, die unverändert bei 13 Prozent liegen. Die Linke verharrt bei 10,5 Prozent. Die FDP legt einen halben Punkt auf 4,5 Prozent zu, das BSW verliert einen halben Punkt auf 3,5 Prozent. Beide Parteien würden an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern. Die sonstigen Parteien kommen auf 6 Prozent.

Spahn stürzt im Politikerranking ab

Im parallel erhobenen INSA-Politikerranking fiel Spahn auf den letzten Platz von 20 ab; 69 Prozent der Befragten halten ihn für unglaubwürdig. AfD-Chefin Alice Weidel rückte dagegen auf Platz vier vor. Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) führt die Rangliste weiterhin an.

Für die Sonntagsfrage befragte INSA insgesamt 2.005 wahlberechtigte Bürger per Online-Tool. Die statistische Fehlertoleranz liegt bei plus/minus 2,5 Prozentpunkten. Auftraggeber ist die „Bild“-Zeitung. Alle Daten der INSA-Sonntagsfrage im Überblick.

Der Absturz der Union auf 20,5 Prozent ist historisch: So schlecht hatte INSA CDU und CSU zuletzt im November 2021 bewertet. Die AfD hält sich seit Wochen stabil bei 29 Prozent, doch der Abstand zur Union war noch nie so groß wie jetzt. Bereits Anfang Juli hatte die AfD einen Acht-Punkte-Vorsprung erreicht. Die Demoskopen sehen eine klare Tendenz: Die Unzufriedenheit mit der Merz-Regierung wächst, und die AfD scheint derzeit die einzige Profiteurin zu sein.

Umfrage
Lädt
JUX auf Google folgen
Mehr aus

Politik