Berliner Premiere gerät zum Triumphzug – mit Ankündigung
Es hätte eine bloße Sause zur dritten Staffel werden können. Doch als Bill und Tom Kaulitz am späten Abend des 22. Juli 2026 die Bühne des Berliner Delphi Filmpalasts betraten, machte der Frontmann die Feier zur Schaltzentrale ihrer Karriere. Vor 250 handverlesenen Gästen – darunter die sichtlich begeisterte Schauspielerin Palina Rojinski und TV-Moderator Jochen Schropp – verriet Bill: „Wir drehen vielleicht auch schon weiter …“ Eine dürre Ankündigung mit massiver Sprengkraft: Staffel 4 von „Kaulitz & Kaulitz“ ist beschlossene Sache, und Netflix lässt sich die Exklusivität der Zwillinge ein Vermögen kosten.
Dabei hatte der Abend turbulent begonnen. Trotz Windböen und 19 Grad harrten Dutzende Fans seit 16 Uhr an der Kantstraße aus, bis die Brüder gegen 19:30 Uhr auf den roten Teppich fuhren – Bill in durchsichtigem Pailletten-Outfit mit Leder-Overknees, Tom im marineblauen Anzug. Pünktlich riss der Himmel auf. Drinnen wurde es schnell eng: Die Premiere war nach BILD-Informationen massiv überbucht – nicht jeder geladene Gast fand Platz.
Tom schämt sich – Bill macht weiter
Während Bill auf der Bühne strahlte, dürfte sein Bruder innerlich mit den Zähnen geknirscht haben. Denn die neuen Folgen, die ab dem 23. Juli weltweit auf Netflix laufen, zeigen die Zwillinge laut Branchenberichten so ungefiltert wie nie – inklusive eines von Bill zelebrierten „Penis-Detox“ und eines handfesten Bruderzwists, der in einer gemeinsamen Therapiesitzung gipfelt. Tom Kaulitz selbst hatte kurz zuvor im Interview mit Prisma zugegeben: Einige Szenen seien ihm „ganz schön krass“ peinlich.
„Die sind einfach so, wie sie sind. Dieses Maß an Authentizität ist selten in der Branche. Ich bin immer wieder überrascht, wie offen Bill beispielsweise über Sex redet. Manchmal wünschte ich mir, ich wäre selbst auch so offen.“
Schropp sprach aus, was den Kern des Erfolgs ausmacht – und den Preis, den vor allem Tom zahlt. Schon in der dritten Staffel geht es um Gesundheitschecks, eine stürmische Hochzeit und das emotionale Tokio-Hotel-Jubiläumskonzert in der Berliner Wuhlheide, bei dem Bill zuvor eine „schlimmste Panne“ seiner Karriere durchlitt. Die Serie nimmt keine Rücksicht auf Schamgrenzen. Genau das honoriert Netflix nun mit einem langfristigen Vertrag.
Der Mega-Deal steht – und weitere Projekte folgen
Noch während der Jubel durch den Delphi Filmpalast hallte, ließ der Streamingriese eine offizielle Mitteilung folgen: Man habe eine langjährige Partnerschaft mit Bill und Tom geschlossen. Mehrere neue Projekte seien bereits in Entwicklung. Worum es konkret geht, blieb offen – Bill scherzte auf der Bühne, eine Dating-Show sei „genau das Richtige“ für ihn. Vorstellbar wäre auch eine Doku über die Nachwirkungen des Fan-Einbruchs in ihre Hamburger Villa, der die Zwillinge einst aus Deutschland trieb.
„Bill und Tom sind wahnsinnig spannende Charaktere, die sich immer wieder neu erfinden. Mir fallen keine vergleichbaren Künstlerpersönlichkeiten in Deutschland ein.“
Die Entscheidung für Staffel 4 fiel offenbar lange vor der Premiere der dritten – die neuen Folgen hätten das Team überzeugt, dass die Reise noch lange nicht zu Ende sei. Für die Fans bedeutet das: Sie werden weiterhin mit der Kamera durch die exzessiven Partys, die intimen Krisen und die unverblümten Gespräche der Brüder streifen dürfen. Ein Ende ist nicht in Sicht – selbst wenn Tom bei der nächsten peinlichen Enthüllung wieder die Augen verdreht.





