US-Geheimdienste prüfen: Half Russland Iran bei Angriffen auf CIA-Standorte?
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Russland-Verdacht

US-Geheimdienste prüfen: Half Russland Iran bei Angriffen auf CIA-Standorte?

Im März 2026 schlugen iranische Drohnen präzise in zwei CIA-Einrichtungen ein. Neue Hinweise deuten auf russische Navigationssysteme – und werfen Fragen über Moskaus Rolle im Schattenkrieg auf.

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CIA im Fadenkreuz

Die US-Geheimdienste gehen einem brisanten Verdacht nach: Hat Russland dem Iran geholfen, Standorte des Auslandsgeheimdienstes CIA anzugreifen? Wie die Nachrichtenagentur Reuters am 22. Juli unter Berufung auf vier informierte Personen berichtet, trafen im März 2026 iranische Drohnen zwei CIA-Einrichtungen mit ungewöhnlicher Präzision. Die Attacken erfolgten nur Tage nach Beginn der US-Luftoffensive gegen den Iran.

Getroffen wurden die CIA-Station in der US-Botschaft in Riad (Saudi-Arabien) sowie ein separater Stützpunkt im östlichen Irak. Ein Insider sprach gegenüber Reuters von "mehr als einem und weniger als einem Dutzend" getroffener CIA-Standorte. Die Washington Post hatte bereits am 3. März über den Angriff in Riad berichtet, CNN meldete kurz darauf russische Hilfe bei der Ortung von US-Personal im Golf.

Russlands unsichtbare Hand?

Die Ermittler fokussieren sich auf das russische Navigationssystem „Kometa-M". Es soll die Treffergenauigkeit der iranischen Shahed-136-Drohnen signifikant verbessern und ist schwer zu stören. In den Trümmern einer Drohne, die Anfang März den britischen Stützpunkt Akrotiri auf Zypern getroffen hatte, wurde ein solches System bereits nachgewiesen. Das Wall Street Journal hatte die Kometa-M-Lieferung schon im März 2026 publik gemacht – der Kreml wies den Bericht als „Fake News" zurück.

Dass die militärische Kooperation zwischen Moskau und Teheran eng ist, zeigte sich erneut im Juli, als ein russisches Kommandoflugzeug in Teheran landete. Die nun bekannt gewordenen Erkenntnisse könnten erklären, wie iranische Angreifer zu solch präzisen Zieldaten kamen.

Besonders spektakulär: Beim Angriff auf Riad kamen zwei russisch modifizierte Shahed-Drohnen zum Einsatz. Die erste sprengte ein Loch in die Botschaftsmauer, die zweite flog hindurch und detonierte im Inneren. Tote gab es nicht, doch die Operationsweise ähnelt präzisen Kommandoaktionen. Der frühere CIA-Offizier Daniel Hoffman sagte Reuters: „Sie teilen das Interesse, den US-Einfluss in ihren selbst erklärten Einflusssphären zu reduzieren." Ein internes Memo eines westlichen Geheimdienstes hält es für "wahrscheinlich", dass Russland bei der Zielerfassung half. Offiziell ziehen die US-Dienste aber noch keine endgültigen Schlüsse.

Tödliche Eskalation in Jordanien

Die Sorge vor russischen Zieldaten verschärfte sich am 17. Juli, als iranische Raketen die US-Luftwaffenbasis Muwaffaq Salti in Jordanien trafen. Die Geschosse schlugen in Kasernen ein und töteten zwei Soldaten: 1st Lt. Tyler James Feehan und Staff Sgt. Michael Emmanuel Swinton. Ein Dritter gilt als vermisst. Das Institute for the Study of War (ISW) berichtet, dass Iran offenbar auch auf Satellitenbilder aus China und russische Daten über US-Schiffspositionen zurückgreift.

Die Expertin Nicole Grajewski von Sciences Po Paris hält eine russische Beteiligung für „realistisch": Viele iranische Angriffe seien zuletzt technisch weit fortgeschrittener gewesen als frühere Operationen. Allerdings sei das nicht der „fundamentale Wendepunkt" für den Iran, dessen eigenes Drohnenarsenal bereits beträchtlich sei.

Die US-Regierung hält sich offiziell bedeckt: Das Weiße Haus verwies an die CIA, die keine Stellung nehmen will. Derweil trafen sich US-Außenminister Marco Rubio und sein russischer Kollege Sergej Lawrow am 23. Juli in Manila – im Schatten der brisanten Vorwürfe.

Die Ermittlungen gehen weiter, doch die politische Sprengkraft ist enorm: Sollte sich der Verdacht erhärten, stünde Moskau als direkter Komplize bei Angriffen auf CIA-Stützpunkte da. Die diplomatischen Spannungen zwischen Washington und Moskau könnten auf einen neuen Eskalationspunkt zusteuern.

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