Der emotionale Moment
Es war ein bewegender Augenblick in der Spezialausgabe „Kölner Treff“: Als ein Einspieler mit Aufnahmen seines verstorbenen Hundes Ike gezeigt wurde, verlor Armin Rohde die Fassung. Der 71-jährige Schauspieler kämpfte mit zittrigen Händen gegen die Tränen, während Moderatorin Susan Link einfühlsam das Wort ergriff.
„Das war dein erster Hund. Und Ike, müssen wir dazu sagen, ist nicht mehr da.“
Rohde, sichtlich erschüttert, gab die Tiefe seiner Gefühle preis. Der erfahrene Mime, sonst souverän vor der Kamera, wurde von der Wucht der Erinnerung überwältigt.
„Mir war nicht klar, wie weh das tut, wenn man ein Tier dann verliert. Das habe ich gerade wieder gemerkt.“
Von 'schockverliebt' zum schweren Abschied
Die Amerikanische Bulldogge Ike kam 2014 nach einem Auftritt in der Sendung „Tiere suchen ein Zuhause“ aus dem Tierheim Bergheim zu Rohde. „Ich war schockverliebt“, erinnerte sich der Schauspieler an die erste Begegnung. Aus dem anfangs skeptischen Blick auf Tiere wurde eine enge Freundschaft – Ike wurde für ihn zum Familienmitglied.
Doch im Januar 2022 verschlechterte sich der Gesundheitszustand des 45-Kilo-Hundes dramatisch. Rohde versuchte noch, ihn mit verschiedenen Behandlungen zu retten – eine Entscheidung, die er heute bereut. „Wir haben ein paar Wochen zu spät gemerkt, dass er gehen will. Und das muss man auch lernen und damit umgehen“, gestand er unter Tränen.
„Wir haben ein paar Wochen zu spät gemerkt, dass er gehen will. Und das muss man auch lernen und damit umgehen.“
Neues Leben mit Tippsi
Mittlerweile lebt die Hündin Tippsi bei Rohde – ein aus der Ukraine geretteter Rehpinscher-Mischling, der mit seinen neun Kilogramm das genaue Gegenteil von Ike ist. „Mehr Unterschied geht kaum“, so der Schauspieler. Dennoch holt ihn die Trauer um seinen ersten Hund immer wieder ein. Die Tränen im Studio machten deutlich, wie tief der Verlust sitzt.
Rohdes Mahnung an alle Tierhalter: „Da muss man innerlich drauf vorbereitet sein. Und mir war nicht klar, wie sehr das reinknallt.“ Er appelliert, die Zeichen eines Tieres ernst zu nehmen – auch wenn das Loslassen schmerzt.
Abschied auf Instagram
Bereits kurz nach Ikes Tod 2022 hatte sich Rohde auf Instagram von seinem Gefährten verabschiedet: „Gestern ist mein bester Kumpel, mein witziger, stoischer, manchmal rabaukiger, verfressener, verschmuster und anhänglicher Ike über den Regenbogen gegangen. Wir mussten ihn gehen lassen. Jetzt hat er keine Schmerzen mehr.“
Die aktuelle Sendung zeigte: Die Bindung zwischen Mensch und Tier kann eine Wucht entfalten, die viele unterschätzen. Für Armin Rohde bleibt die Erkenntnis, dass wahre Liebe manchmal bedeutet, rechtzeitig loszulassen.





