Trotz Vater als Vollzeit-Betreuer: Kita ruft nur Olivia Marei an
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Traumjob

Trotz Vater als Vollzeit-Betreuer: Kita ruft nur Olivia Marei an

Seit acht Jahren spielt Olivia Marei bei GZSZ – doch der Traumjob hat einen Preis: Ihr Mann musste zurückstecken, und die Kita ignoriert die moderne Rollenverteilung.

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Der Preis des Erfolgs

Obwohl ihr Mann Johannes die beiden Söhne jeden Tag zur Kita bringt und wieder abholt, klingelt bei organisatorischen Fragen stets das Telefon von Olivia Marei. Die 36-jährige Schauspielerin, die seit 2018 in der RTL-Daily-Soap „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ die Polizistin Toni Ahrens spielt, spricht in einem Interview offen über die privaten Kosten ihres beruflichen Erfolgs – und über Schuldgefühle.

Die Zusage für GZSZ bezeichnete Marei im Gespräch mit RTL als „Jackpot für uns Schauspielende“. Für die Rolle zog die Familie von Wien nach Potsdam, der Ehemann stellte eigene berufliche Pläne hintan. Heute arbeitet er in Teilzeit im Home-Office und übernimmt hauptverantwortlich die Kinderbetreuung. Doch diese Aufteilung bleibt in der Außenwahrnehmung oft unsichtbar.

Schuldgefühle und ein warnender Satz

Marei verschweigt nicht, wie schwer ihr manchmal ums Herz ist. Ihr Mann Johannes arbeite in Teilzeit, während sie am Set stehe. „Er muss ganz viel hinten anstellen. Ich habe auch Schuldgefühle, weil er auf seine Freunde, seine Familie und seine Karriere verzichten musste“, zitiert SWYRL aus dem RTL-Interview. Dass sie das offen ausspricht, ist ungewöhnlich – und zeigt, wie sehr das traditionelle Familienmodell noch in den Köpfen steckt. Marei hofft, dass ihr Mann ihr diesen Verzicht nie vorwerfen werde.

Er muss ganz viel hinten anstellen. Ich habe auch Schuldgefühle, weil er auf seine Freunde, seine Familie und seine Karriere verzichten musste.
Olivia Marei

Die Kita wählt immer die Mutter

Besonders deutlich wird das an einer Alltagserfahrung: Obwohl Johannes die Kinder jeden Tag zur Kita bringt und abholt, greift die Einrichtung bei jeder Frage zum Telefon und ruft Olivia Marei an – nicht den Vater. „Die Kita ruft immer noch nur mich an, obwohl mein Mann unser Kind jeden Tag bringt und abholt“, wunderte sich Marei (via BUNTE.de).

Die Kita ruft immer noch nur mich an, obwohl mein Mann unser Kind jeden Tag bringt und abholt.
Olivia Marei

Die Schauspielerin kritisiert damit eine veraltete gesellschaftliche Erwartung: Noch immer gelten Mütter selbstverständlich als erste Ansprechpartnerin für Kinderfragen – selbst dann, wenn die Alltagslogik längst eine andere ist.

Vom Ein-Jahres-Plan zur Dauerlösung

Ursprünglich nur für ein Jahr gedacht, spielt sie inzwischen seit acht Jahren die Toni Ahrens. „Als ich die GZSZ-Zusage bekommen habe, habe ich gesagt: Wir machen das nur für ein Jahr. Mittlerweile sind daraus acht Jahre geworden“, erinnert sich Marei. Dennoch ist sie dankbar: „Ich bin unglaublich glücklich und dankbar, dass ich diese Chance bekommen habe.“ Damit die Beziehung unter dem fordernden Beruf nicht leidet, setzen Olivia und Johannes auf bewusste Auszeiten: Date Nights und gemeinsame Urlaube helfen, wie der Kölner Stadt-Anzeiger berichtet, den Familienalltag zu organisieren und die Partnerschaft lebendig zu halten.

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Ob Mareis Offenheit dazu beiträgt, dass Kitas ihre Anrufgewohnheiten überdenken, bleibt offen. Klar ist: In dieser Familie hat der Vater längst die Hauptlast der Betreuung übernommen – nur die Außenwelt hat es noch nicht ganz mitbekommen.

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