„Es wird ein bisschen angespannt“ – Prinz William lenkt im Handy-Konflikt mit George ein
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Handy-Streit

„Es wird ein bisschen angespannt“ – Prinz William lenkt im Handy-Konflikt mit George ein

Prinz George wird 13 und drängt auf ein Smartphone. Bislang verbieten William und Kate jegliches Mobilgerät. In einem TV-Interview deutet William nun erstmals Kompromissbereitschaft an – während Kate in einem Essay vor digitaler Entfremdung warnt.

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Der Streit um das erste Smartphone könnte in der britischen Thronfolgerfamilie zur handfesten Zerreißprobe werden. Während Prinz George (13) darauf brennt, endlich ein eigenes Handy zu bekommen, halten seine Eltern eisern an einem strikten Verbot fest – jedenfalls bislang. „Es wird ein bisschen angespannt“, gab Prinz William nun in einem Interview erstmals zu.

Wie der Mirror aktuell hervorhebt, besitzen weder George noch seine Geschwister Charlotte (11) und Louis (8) ein Mobiltelefon. Schon 2025 erklärte William in der Apple-TV+-Serie „The Reluctant Traveler“, dass sie bei dem Thema „sehr streng“ seien. Nun aber gerät die väterliche Linie unter Druck.

Das Brasilien-Interview: Handy-Frage wird zum „angespannten Thema“

Im November 2025, anlässlich der Earthshot-Preisverleihung in Rio de Janeiro, gewährte der Thronfolger dem brasilianischen TV-Moderator Luciano Huck ungewohnt offene Einblicke. Bei einer Seilbahnfahrt auf den Zuckerhut schilderte er den Familienalltag: „Spielverabredungen, Taxifahrer, Sporttage, Spiele, im Garten spielen, wann immer ich kann. Ich mache die Schulfahrten an den meisten Tagen – Catherine und ich teilen uns das, aber sie übernimmt wahrscheinlich den Großteil.“

Es ist wirklich schwer. Unsere Kinder haben keine Telefone. Wenn George auf die weiterführende Schule wechselt, bekommt er vielleicht eines mit eingeschränktem Zugang. Es ist an dem Punkt, an dem es ein bisschen zu einem angespannten Thema wird. Aber ich denke, er versteht warum – wir erklären ihm, warum wir es nicht für richtig halten.
Prinz William

Der Prinz machte aber auch klar, dass nicht das Gerät selbst das Problem sei, sondern der unbegrenzte Zugang zum Netz: Er könne sich für George ein altes Tastenhandy vorstellen – nur zum Telefonieren und für SMS.

Ich habe ein Problem mit dem vollen Internetzugang. Kinder können auf zu viele Dinge zugreifen, die sie nicht sehen müssen. Aber ein Telefon nur mit Textnachrichten – diese alten Knochen-Handys, wie wir sie früher nannten – das ist in Ordnung.
Prinz William

Kates Essay: Warnung vor „Epidemie der Entfremdung“

Hinter der strikten Linie steht keineswegs nur väterliche Strenge. Prinzessin Kate veröffentlichte im Oktober 2025 gemeinsam mit dem Harvard-Professor Robert Waldinger den Essay „The Power of Human Connection in a Distracted World“, in dem sie vor einer „Epidemie der Entfremdung“ durch Smartphones warnt.

Wir sind körperlich anwesend, aber geistig abwesend. Wenn wir während Gesprächen auf unsere Handys schauen, während Familienessen durch soziale Medien scrollen oder E-Mails beantworten, während wir mit unseren Kindern spielen, sind wir nicht nur abgelenkt – wir entziehen die grundlegendste Form von Liebe, die menschliche Verbindung erfordert.
Prinzessin Kate

Der Essay ist Teil ihrer langjährigen Kampagne für frühkindliche Entwicklung. Für die 44-Jährige ist die ständige Ablenkung durch Bildschirme eine Gefahr für jene „warmen, bedeutungsvollen Beziehungen“, die ein gesundes Leben ausmachten.

Der Konflikt spitzt sich ausgerechnet jetzt zu: Am 22. Juli wurde George 13 und kratzt damit offiziell an der Tür zum Teenagerdasein. Im September steht der Wechsel ans Elite-Internat Eton College an – jene Schule, die auch sein Vater besuchte. Dort sind Smartphones unter Gleichaltrigen längst allgegenwärtig.

Die ehemalige BBC-Royal-Korrespondentin Jennie Bond sieht für die Eltern eine schwierige Gratwanderung kommen:

Catherine und William haben versucht, ihre Kinder nicht übermäßig zu verwöhnen, was nicht einfach sein kann, wenn man sie über alles liebt und ihnen im Grunde alles geben kann, was sie wollen! Diese Linie wird zunehmend schwieriger zu halten sein, wenn George in seine Teenagerjahre eintritt.
Jennie Bond

William und Kate versuchen bewusst, ihren Kindern eine möglichst normale Erziehung zu ermöglichen. Sie sind in Schul-WhatsApp-Gruppen aktiv und kümmern sich selbst um den Bring- und Abholservice zur Lambrook School in Berkshire. Doch mit dem Internatsleben dürfte die Kontrolle über die digitale Welt ihrer Kinder deutlich schwinden.

Bleibt die Frage, ob das Kronprinzenpaar sein striktes Handy-Verbot auch in Eton wird durchsetzen können – oder ob der Druck von Prinz George zu einem modernen Kompromiss zwingt. Klar ist nur: Die nächste Generation der Windsors wächst in einer Welt auf, die von WhatsApp-Gruppen und sozialen Medien geprägt ist, nicht mehr von handgeschriebenen Briefen.

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