Philipp Hochmair: 'Ich bin nicht für ein klassisches Familienleben gemacht'
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Philipp Hochmair: 'Ich bin nicht für ein klassisches Familienleben gemacht'

Der 52-jährige Schauspieler erklärte im GALA-Interview, warum für ihn eine traditionelle Partnerschaft nicht in Betracht kommt. Stattdessen sind seine Band und Kollegen seine Familie.

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Ein ungewöhnliches Familienmodell

Er lebt in Extremen, hasst Routine und hat nicht einmal ein Schlafzimmer: Philipp Hochmair ist nicht für ein konventionelles Leben gemacht. Im Interview mit der Zeitschrift GALA erklärt der 52-Jährige nun, warum er nie eine klassische Familie haben wird.

„Ich musste feststellen, dass ich für ein klassisches Familienleben nicht gemacht bin", sagte Hochmair. Als Gegenbeispiel zieht er seinen eigenen Bruder heran – der ist Arzt, verheiratet und Vater von drei Kindern. „Ich möchte nicht mit ihm tauschen, in seinem Leben wäre ich heillos verloren", so der Schauspieler. Für ihn sei stattdessen sein künstlerisches Umfeld die wahre Familie: „Meine Band, meine Kollegen – das ist für mich Familie."

Ich möchte nicht mit ihm tauschen, in seinem Leben wäre ich heillos verloren. Meine Band, meine Kollegen – das ist für mich Familie.
Philipp Hochmair

Mit seiner Band „Die Elektrohand Gottes" realisiert Hochmair regelmäßig musikalisch-literarische Bühnenprojekte. Auch Schauspielkollegen zählt er zu seinem engsten Kreis. Eine konventionelle Partnerschaft mit gemeinsamem Wohnsitz und Kindern käme für ihn dagegen nicht infrage.

Kräftezehrender Jedermann

Neben seinem unkonventionellen Privatleben spricht Hochmair im GALA-Interview auch über die körperlichen Strapazen seiner aktuellen Arbeit. Bei den Salzburger Festspielen verkörpert er den „Jedermann" – eine knapp zweistündige Parforcerolle, bei der er fast ununterbrochen auf der Bühne steht. „Ich verbrauche so viele Kalorien, dass ich danach sofort erst mal essen muss", verriet er.

Die Proben für das Sprechkonzert „Jedermann Reloaded", das am 21. Oktober 2026 in der Elbphilharmonie Hamburg aufgeführt wird, fordern den 52-Jährigen nach eigenen Angaben enorm. Hochmair ist bekannt dafür, sich mit Haut und Haaren seiner Kunst zu verschreiben – und nimmt dafür auch Einsamkeit in Kauf.

Keine private Identität

Bereits im Juni 2026 hatte Hochmair in der Ö3-Sendung „Frühstück bei mir" radikale Aussagen getroffen: „Ich habe keine private Identität, die gibt es nicht" und „Ich habe nicht einmal ein Schlafzimmer. Ich habe ein Atelier, in dem ich schlafen kann." (Promiflash berichtete.) Auch betonte er, dass es Liebe in seinem Leben gebe, aber keine Lebensliebe oder einen Lebenspartner – und dass er einen solchen auch nie gesucht habe.

Diese Haltung zieht sich konsequent durch Hochmairs Karriere. Schon 2022 sagte er der „Bunte": „Beziehungen scheitern meist an meinem Lebensstil. Ich stelle mich der Kunst zur Verfügung. Die Arbeit geht vor." Dass er sein Privatleben weitgehend abschirmt und nur selten derart offene Einblicke gewährt, macht die aktuellen GALA-Aussagen umso bemerkenswerter. Ob der Schauspieler seinen radikalen Lebensentwurf für immer beibehält, bleibt eine offene Frage.

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